Kommentar

Arbeitslos, krank: Jeder hat ein Recht auf Wohnraum

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Rhein-Main ist dramatisch. Das bekommen besonders die zu spüren, die ohnehin am gesellschaftlichen Rand leben: Menschen mit kleiner Rente, Geringverdiener, Arbeitslose und Menschen mit Behinderung wie Ellen Mölbert. Ein Kommentar von Kristina Bräutigam

Schon für Durchschnittsmenschen mit einem normalen Einkommen ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Für Menschen mit Behinderung, die wie Ellen Mölbert vom Staat leben, ist es fast unmöglich. Nicht nur, weil günstige Wohnungen fehlen. Welcher Vermieter entscheidet sich angesichts von 100 Bewerbern schon für den Arbeitslosen mit Behinderung?

 Es darf nicht sein, dass Ellen Mölbert und andere Menschen, die durchs soziale Netz gefallen sind, in heruntergekommenen Obdachlosenheimen ohne Dusche leben müssen, weil es für sie nichts anderes gibt. Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus könnte die Lage entschärfen. Eine steuerliche Förderung für Vermieter, die ihre Wohnungen gemeinnützig vermieten, wäre ein Anfang.

Lesen Sie den zugehörigen Artikel: Ohne Dusche: Behinderte in Obdachlosenheim abgeschoben

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Kommentare