So süß!

Quak-Alarm auf dem Balkon: Ente Erna zurück in Steinheim

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Erna, die berühmteste Ente des Rhein-Main-Gebiets, hat zum fünften Mal in einem Blumenkasten gebrütet.

Hanau – Zum fünften Mal hat Stockente Erna auf dem Balkon von Helmut und Hannelore Wagner in Steinheim gebrütet. Zwölf Küken schlüpften in diesem Jahr im Blumenkasten. Doch lange blieb die Watschelbande nicht. Von Kristina Bräutigam

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Eigentlich ist Erna eine ganz normale Ente. Doch Erna brütet nicht am Ufer wie ihre Artgenossen. Die Stockente brütet auf dem Balkon von Familie Wagner aus Steinheim. „2013 war sie zum ersten Mal da. Und es hat ihr offenbar so gut gefallen, dass sie immer wiedergekommen ist“, sagt Helmut Wagner. Insgesamt fünfmal hat die Stockente im Blumenkasten gebrütet, Zeitungen und Fernsehsender aus ganz Hessen berichteten über das Watscheltier. Und auch in diesem Jahr flatterte Erna pünktlich Anfang März übers Balkongeländer, baute ein Nest und begann Eier zu legen. 

In diesem Jahr waren es 15. „Das ist Rekord“, sagt Wagner. Dann hieß es brüten: Täglich 22 Stunden hockte Erna auf ihren Eiern. Damit die Entenmama nicht schlapp macht, bekommt sie morgens und abends Geflügelfutter. Den Rest des Tages lassen die Wagners ihre Erna in Ruhe. „Sie ist ein Wildtier und soll es bleiben“, sagt der Rentner. 

Fotos: Ente Erna brütet ihre Küken wieder auf Balkon aus

Am Montag dann endlich ein leises Knacken: Zwölf Küken schlüpften im Blumenkasten der Wagners, drei Eier waren nicht befruchtet worden. Doch schon einen Tag später hieß es Abschied nehmen. Erst flatterte Erna über das Balkongeländer und landete im Hof, dann folgten die Küken: Eins nach dem anderen ließ sich durch einen Spalt drei Stockwerke tief plumpsen, wo Mama Erna quakend wartete. Damit der Enten-Konvoi den rund einen Kilometer langen Fußmarsch zum Main unbeschadet übersteht, haben die Wagners den Küken extra ein Enten-Taxi gebaut. 

Ein bisschen Wehmut sei jedes Jahr dabei, sagt Helmut Wagner. „Es waren schöne sechs Wochen.“ Er hofft, dass Erna nächsten März wieder im Blumenkasten auf dem Balkon sitzt. Bis dahin wird er die Entenfamilie am Main besuchen. Verwechslungsgefahr: Ausgeschlossen. „Meine Erna, die erkenne ich“.

Warum man Enten übrigens an Teichen, Seen und Flüssen nicht füttern sollte, hat kürzlich ein Experte erklärt. 

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