Rennklub wehrt sich weiter

Richter befangen? Urteil um Rennbahn-Räumung verschoben

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Statt Pferden sollen bald Fußballer auf dem Gelände trainieren.

Frankfurt - Wegen eines Befangenheitsantrages ist die für diesen Dienstag geplante Urteilsverkündung im Prozess um die Räumung der Frankfurter Rennbahn um zwei Monate verschoben worden.

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Wie das Gericht am Montag mitteilte, rügte der Rechtsanwalt des beklagten Frankfurter Rennklubs die Zuständigkeit der Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt. Sollte der Antrag zurückgewiesen werden, ist das Urteil für den 25. Oktober (14 Uhr) vorgesehen. In dem im Juli eröffneten Zivilverfahren verlangt die Stadt Frankfurt die sofortige Räumung des ihr gehörenden Rennbahngeländes - der beklagte Klub aber wehrt sich dagegen. 

Die Kommune vertrat in einem ersten Verhandlungstermin die Auffassung, wonach der Rennklub gar kein Vertragspartner mit ihr sei, weil der Nutzungsvertrag zwischen ihm und der stadtnahen Hippodrom-Gesellschaft abgeschlossen worden sei. Der Rennklub aber sieht sich gleichwohl klageberechtigt, weil er als Nutzer des Geländes von der Räumung betroffen wäre.

Zwischen dem Rennklub, der Hippodrom-Gesellschaft und der Stadt sind derzeit noch andere Rechtsstreite anhängig. Eine andere Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt will Anfang September in einer Parallelsache eine Entscheidung verkünden.

Auf dem Rennbahn-Gelände will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für 89 Millionen Euro eine eigene Akademie bauen. Das Großprojekt ist nicht unumstritten. Ein Bürgerentscheid, der die Pläne hätte kippen können, war jedoch gescheitert.  dpa/lhe/skk

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