Auf öffentlichen Wegen und Straßen verboten

Vorsicht: Self-Balancing-Boards sind mehr als ein Spielzeug

+
Ist verboten: Die Nutzung der Boards auf öffentlichem Gelände und im Straßenverkehr.

Offenbach – „Trend mit Tücken“ titelt die Offenbacher Polizei und warnt, dass Balancing-Boards nicht für die Nutzung im öffentlichen Raum zugelassen sind. Das wissen allerdings nur die wenigsten, die auf den zwei Rollen durch die Gegend gleiten. Von Franziska Jäger

Lesen Sie dazu auch:

Zurück in die Vergangenheit: 900 Hoverboards beschlagnahmt

Longboarden - Hawaii-Feeling auf der Straße

„Wir wollen keine Spielverderber sein. Aber wer mit so einem Board einen Opa auf dem Gehweg umfährt, der hat ein teures Problem“, sagt Rudi Neu vom Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach. Er und seine Kollegen haben beobachtet, dass immer mehr und vor allem junge Menschen mit einem sogenannten Self-Balancing-Board unterwegs sind. Der Fahrer steht dabei auf einem Trittbrett zwischen zwei Rollen und bewegt das motorbetriebene Board durch Gewichtsverlagerung.

Das scheinbar mühelose Gleiten birgt allerdings ein Problem: Die Nutzung der Boards außerhalb privater Gelände ist verboten und kann laut Polizei strafrechtliche Folgen haben. „Das Board erreicht durch den Motor Geschwindigkeiten von bis zu 20 Stundenkilometern. Es ist ein Kraftfahrzeug, für das man eigentlich einen Auto-Führerschein bräuchte“, sagt Neu. Allerdings besteht keine Chance, überhaupt erst eine Betriebserlaubnis für die Boards zu erhalten: Die benötigte Beleuchtung für den Straßenverkehr fehlt.

"Hoverboard"-Trend: Das sollten Sie wissen 

Und ohne Betriebserlaubnis gibt´s auch kein Versicherungskennzeichen. Wer einen Unfall baut, muss für den Schaden selbst aufkommen. „Es gibt einfach keine legale Möglichkeit, damit auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder Wegen zu fahren“, sagt Neu. Eine Ausnahmeregelung ist nicht in Sicht. Die Boards gibt es mittlerweile in Sport- und Elektrogeschäften und sogar beim Discounter zu kaufen. „Wer liest da schon das Kleingedruckte zur korrekten Nutzung.“

Faraday Future: Elektro-Flitzer mit 1000 PS

Das könnte Sie auch interessieren: „Zurück in die Zukunft"-Hoverboard ist Realität

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Kommentare