Welche Pflanzen müssen rein, wie oft sollte man gießen?

So überstehen Pflanzen den Winter: Gärtner gibt Tipps

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Gärtnermeister Daniel Burkhardt zeigt, wie man ein Olivenbäumchen winterfest einpackt.

Seligenstadt - Der Winter steht vor der Tür. Damit Pflanzen die kalten Monate überleben, sollten Hobbygärtner vorsorgen. Daniel Burkhardt, Gärtnermeister von der Gärtnerei Löwer in Seligenstadt, erklärt, wie Rosen, Buchs- und Gummibaum den Winter gut überstehen. Von Kristina Bräutigam

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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen: Zeit für Garten- und Balkonbesitzer, ihre Pflanzen für den Winter zu rüsten. Gärtnermeister Daniel Burkhardt vom Gartencenter Löwer in Seligenstadt erklärt im EXTRA TIPP, wie Rosen und Olivenbäumchen den Winter trotz Kälte gut überstehen und was bei Zimmerpflanzen zu beachten ist. „Ein paar Kniffe und die Pflanzen machen auch im nächsten Frühjahr noch Freude“, verspricht der Experte. Hier seine Tipps: 

Einige Kübelpflanzen dürfen draußen bleiben

Einige Sorten Kübelpflanzen dürfen im Garten oder auf dem Balkon überwintern. Dazu gehören zum Beispiel einige Bambussorten, Buchsbaum, Olivenbäumchen oder Hanfpalmen. „Diese sogenannten bedingt winterharten Pflanzen halten bis zu Minus 15 Grad aus“, erklärt Daniel Burkhardt.

Abdeckung ist das A und O

Während der Wintermonate sollten die Pflanzen mit luftdurchlässigem Jute- oder Vliesstoff umwickelt werden. Das schützt sie nicht nur vor Kälte, sondern auch vor der Sonneneinstrahlung. „Ungeschützt würde die Pflanze durch die Sonne vorzeitig austreiben. Das kostet sie Energie und hat zur Folge, dass die Pflanze später weniger üppig blüht“, sagt Daniel Burkhardt. Luftpolsterfolie eigne sich, um Gefäße einzupacken, nicht aber für Pflanzen.

Sensibelchen nach Drinnen holen

Die meisten Kübelpflanzen sollten vor dem ersten Frost, spätestens aber Ende Oktober reingeholt werden, rät der Gärtner. Dazu gehören beispielsweise Geranien, Zitrusgewächse oder Oleander. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen acht und zwölf Grad. Pflanzen wie Engelstrompete, Enzianstrauch oder Schönmalve sollten umgetopft, die Triebe großzügig zurückgeschnitten und auch das Laub entfernt werden. Dadurch könnten sie auch im dunklen Keller überwintern, erklärt Daniel Burkhardt. Außerdem bilde die Pflanze ohne Blätter keine Triebe aus und könne bis März Winterruhe halten.

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Trocken ins Winterquartier bringen

Nur wenn Kübelpflanzen trocken ins Winterquartier gebracht werden, lässt sich Wurzelfäule vermeiden. Auch während der Überwinterung gilt: Weniger Wasser ist mehr. „Kübelpflanzen sollten generell sehr sparsam gegossen werden. Einmal pro Woche zu gießen reicht in der Regel aus“, sagt Daniel Burkhardt. Er rät: Die Pflanze mal schlapp hängen lassen, anstatt sie zu ertränken. Wirft eine Pflanze plötzlich einen Teil der Blätter ab, ist die Ursache in der Regel kein Wassermangel, sondern das reduzierte Lichtangebot. Der ideale Standort: Hell und kühl.

Pflanzen mögen keine Heizungsluft

Ob Kübelpflanze, die drinnen überwintert, oder Zimmerpflanze: Warme Räume mag keine. Besonders die Heizungsluft während der Wintermonate ist ein Problem, weiß Gärtner Burkhardt: „In der trockenen, warmen Luft können sich Schädlinge wie die Spinnmilbe bestens entwickeln“. Um zu verhindern, dass der Schädling auf andere Pflanzen übergreift, sollte man die grünen Lieblinge daher möglichst häufig auf Schädlinge kontrollieren, weißliche, fahle Blätter entfernen und ein Mittel im Gartenmarkt holen, rät Burkhardt. Ebenso wichtig: Regelmäßiges Lüften. Ohnehin sollten nur schädlingsfreie Pflanzen ins Winterquartier geräumt werden. Exemplare, die bereits befallen sind, sollten separat gestellt werden.

Pflanzen im Frühjahr wieder rausstellen

Eine Gärtnerweisheit lautet:Kübelpflanzen so spät wie möglich reinholen, so früh wie möglich rausräumen. „Im Freien sind die Pflanzen immer besser aufgehoben als im Winterquartier“, sagt Daniel Burkhardt. Spätestens wenn der Frost vorbei ist, können Kübelpflanzen wieder raus in den Garten oder auf den Balkon. Da allerdings auch Grünzeug einen Sonnenbrand bekommen kann, sollte man die Pflanzen langsam an das Klima im Freien gewöhnen und zunächst nur stundenweise an einen halbschattigen Standort im Freien stellen.

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