Aber Ordnungsamt sieht keinen Handlungsbedarf                  

Park-Chaos auf der Hafeninsel: Anwohner sind genervt

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Auf der Hafeninsel wird es eng, wenn Besucher am Abend auf die Hafeninsel strömen. Dann wird alles zugeparkt

Offenbach - Auf der Offenbacher Hafeninsel wird es eng. Vor allem ab 18 Uhr. Dann parken Besucher der Hafentreppe, der angrenzenden Restaurants und der Eisdiele jeden Zentimeter zu. Die Folge: Hupkonzerte und genervte Anwohner. Von Christian Reinartz

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„Es ist unglaublich, wie sich die Besucher der Hafeninsel hier hinstellen“, sagt ein Anwohner aus der Siedlung Hafengold. Die steht direkt neben der Osteria, einem Italiener, der seit einigen Monaten seine Türen geöffnet hat. „Seitdem ist hier fast jeden Abend Chaos.“ Denn: Neubauten gibt es auf der Hafeninsel viele, Parkplätze aber sind Mangelware. Die wenigen, die vorhanden sind, werden zudem noch von Anwohnern zugeparkt, die eigentlich einen Tiefgaragenplatz haben, offenbar aber lieber auf der Straße stehen.

Die Folge: Edel-Karossen parken fast jeden Abend ab 18 Uhr Schnauze an Schnauze Am Hafendeck. „Da ist die komplette östliche Straßenseite zugeparkt“, sagt eine genervte Frau, die gerade ihren Hunde Gassi führt und sich mit Mühe und Not am Außenspiegel eines Geländewagens vorbeidrückt, der den Bürgersteig zugeparkt hat. Ein Cabrio mit vier Insassen hat sich derweil seinen Weg vom Nordring auf die Hafeninsel gebahnt und macht Halt an der Hafentreppe. Dahinter gleich eine ganze Schlange Autos. Das stört den Cabriofahrer kaum. Seine Mitfahrer machen in aller Ruhe Fotos vom Sonnenuntergang und der Skyline. Währenddessen passiert das, was dort ständig geschieht: Drei Autos biegen von der Hafeninsel kommen Am Hafendeck ein. „Gleich geht das Gehupe los“, sagt die Hundebesitzerin und wartet auf den ersten, der die Nerven verliert. 

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Drei Sekunden später versuchen sich die ersten, den Weg freizuhupen. Erst, als die ganze Karavane auf die Hafeninsel zurücksetzt und das Cabrio durch den Korridor fährt, entspannt sich die Lage. Youssef El Machit vom Restaurant Heimathafen bestätigt die angespannt Verkehrslage. „Die Leute parken hier alles zu. Einer fängt an, und dann machen es alle nach“, sagt er. Dann würde wild hin und her rangiert. Seine Vermutung: „Mir kommt es so vor, als ob hier alles ohne ausreichende Parkplätze bebaut worden ist.“ Er und seine Kollegen weisen die Kunden mittlerweile auf die Tiefgarage unter dem Rewe-Markt hin, um die Parksituation zu entspannen. Diese können man problemlos zu später Stunde wieder verlassen, versichert El Machit. 

Situation laut Stadt nicht dramatisch

Bei der Stadt hat man die Lage offenbar bemerkt und reagiert mit einer Informationsseite im Internet auf www.hafen-offenbach.de. Dort gibt die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Parken. Demnach sollen die Parkplätze am Straßenrand in Zukunft bewirtschaftet werden. Das Ordnungsamt stuft die Situation weniger dramatisch ein. Eine Stadtsprecherin versichert: „Dort wird regelmäßig Streife gegangen, auch in den Abendstunden.“ Dabei würde der Verkehr mit überwacht. Ein Schwerpunkt habe sich bisher aber nicht herauskristallisiert. Bisher gebe es auch erst zwei bis drei Beschwerden. „Das ist zu wenig, um einzugreifen“, sagt die Sprecherin.

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