Bad Sodener Grundschule erst vor einem Jahr eröffnet

Otfried-Preußler-Schule: Großer Schaden nach WC-Pfusch

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An der erst im Juni 2015 eröffneten Otfried-Preußler-Schule in Bad Soden gibt es einen Wasserschaden.

Bad Soden - Erst vor knapp einem Jahr wurde die Otfried-Preußler-Schule (OPS) in Bad Soden feierlich eröffnet. Jetzt ist ein Teil des 16,8 Millionen-Euro teuren Komplexes sanierungsbedürftig. Schuld ist ein undichtes Klo.

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Anfang der Woche wurde der Wasserschaden an der Grundschule entdeckt. Wände und Böden in der Küche, dem Speiseaal und den Betreuungsräumen sind feucht geworden. „Das ist mehr als ärgerlich“, kommentiert Landrat Michael Cyriax. „Wir werden beim Verursacher Schadenersatz geltend machen.“

 Gemeint ist die zuständige Sanitärfirma. Diese hatte in der Nähe der Küche ein WC unsachgemäß angeschlossen. Die genaue Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Die Böden in dem Bereich können mit einer Maschine getrocknet werden, die feuchten Trockenbauwände müssen jedoch demontiert und wieder neu aufgebaut werden. 

Die Sanierungsarbeiten beginnen in der kommenden Woche, werden voraussichtlich aber bis Ende des Jahres dauern. Ein Schadstoffgutachter hat sowohl von den Wänden als auch von den Böden Proben genommen. Eine Gefährdung von Personal und Kindern liegt nicht vor. Betroffen ist zunächst einmal die Ferienbetreuung für etwa 30 Kinder, die derzeit in der Schule stattfindet. Die Kinder nutzen – wenn sie nicht im Freien sind – vor allem die Schulbibliothek. Zum Mittagessen werden sie sie mit einem Shuttlebus in die Theodor-Heuss-Schule gefahren. 

Küche und Speisesaal nicht benutzbar

Anders sieht es nach den Ferien aus: Dann geht es vor allem darum, dass die Schulkindbetreuung, an der mehr als 200 Kinder teilnehmen, reibungslos stattfinden kann. Bis Küche und Speisesaal wieder genutzt werden können, soll in einem Mensa-Container gekocht und gegessen werden.  Für die Betreuung arbeitet der Kreis gemeinsam mit der Schule intensiv an Ausweichmöglichkeiten. Sobald Genaueres feststeht, wolle der Kreis die Eltern in einem Brief informieren. 

„Dass wir jetzt einen Mensa-Container aufstellen müssen, ist nicht befriedigend. Aber wenn die Schulgemeinde ein wenig zusammenrückt, werden wir die kommenden Monate überbrücken“, erklärt Landrat Michael Cyriaxi. Kreis und Schule täten alles, damit der Schulbetrieb nach den Ferien möglichst wenig beeinträchtigt werde. red

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