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Russische Sportler bei Olympia: Putin hat Gold sicher

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) traut sich nicht gegen Russland. Schade. Denn es wäre die einmalige Gelegenheit gewesen, die Russen mal in die Schranken zu weisen. Und das ohne Tote und Verletzte. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Russland darf in die Ostukraine einmarschieren, es darf dafür sorgen, dass Syrien-Diktator Assad Aleppo in Schutt und Asche legt oder auch Andersdenkende verschwinden lassen. Russland dabei die Stirn zu bieten, ist schwer. Jetzt, bei den Olympischen Spielen, wäre es einfach gewesen. Aufgrund des nachgewiesenen Staatsdopings macht Russland nicht mit. Fertig. Aus. Basta.

Aber gerade der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach hat dafür gesorgt, dass es eine Grundsatzentscheidung nicht gibt. Schließlich will er seinen persönlichen Freund Wladimir Putin nicht vergraulen. Der hat ihm schließlich geholfen, überhaupt ins Amt zu kommen.

Bei Olympischen Spielen geht es mehr als nur um Sieg und Niederlage. Ziel der Olympischen Bewegung ist es, zum Aufbau einer friedlichen und besseren Welt beizutragen und junge Menschen im Geiste von Freundschaft, Solidarität und Fair Play ohne jegliche Diskriminierung zu erziehen. Wer mit dieser Vorgeschichte dafür sorgt, dass die russische Fahne in Rio weht, der schlägt den wirklich wahren fairen Sportlern ins Gesicht.

Wenn am Freitag die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eröffnet werden, sind sie schon jetzt eine Farce. Und sie haben darüber hinaus noch einen faden Beigeschmack: Mal wieder hat Wladimir Putin gewonnen.

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