Nach brutalen Schlägen im Rollstuhl:

Prozess im Fall Mark H. aus Offenbach verzögert sich

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Mark H. wurde beim Aussichtsturmfest in Offenbach in den Rollstuhl geprügelt. 

Darmstadt/Offenbach - Der Prozess um brutale Schläge bei einem Fest in Offenbach zieht sich länger hin als geplant.Die Verteidiger stellten am Mittwoch vor dem Landgericht Darmstadt mehrere Anträge, darunter ein Befangenheitsantrag gegen einen Sachverständigen.

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Das Gericht setzte daraufhin weitere Verhandlungstermine für August an. Plädoyers und Urteil, die ursprünglich für Mittwoch erwartet worden waren, gab es nicht.

Angeklagt ist ein 30 Jahre alter Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor, weil er Kopf und Körper von Mark H. beim Aussichtsturmfest 2012 mehrmals mit voller Wucht gegen die Wand des Turmes geschlagen haben soll. Der Angeklagte hatte vor Gericht von einem tragischen Unfall gesprochen. Ein Gerichtsmediziner hatte dagegen die Version des Opfers und auch der Anklage anhand der Verletzungsmuster für nachvollziehbar gehalten.

Gegen diesen Gutachter, den das Gericht noch ein zweites Mal hören wollte, stellte die Verteidigung nun einen Befangenheitsantrag. Dessen Ausführungen, wie die Verletzungen bei H. zustande kamen, ließen sich in der wissenschaftlichen Literatur nicht belegen, sagte Anwalt Heinz-Jürgen Borowsky. Zudem verlangte er die Verlesung von Vernehmungsprotokollen des Opfers, weil diese im Widerspruch zu der in der Hauptverhandlung gemachten Schilderung des Vorfalls stünden.

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