Fall sorgte 2014 für Aufruhr

Nach Bombendrohung auf Schröder-Party: Ein Jahr Knast

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Die Geburtstagsfeier hatte sich Gerhard Schröder wohl anders vorgestellt

Königstein/Kronberg - Die Richter am Amtsgericht von Königstein haben ein Urteil gesprochen: Der Mann, der bei der Geburtstagsfeier von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) mit einer Bombe gedroht hat, muss ein Jahr in Haft. 

Dem 38-jährigen Mann aus Berlin wurde die Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten vorgeworfen. Als Zeugen sagten Mitarbeiter des Hotels, in der die Party gefeiert werden sollte, sowie Polizisten aus.

Er habe Täterwissen gehabt, dies habe ihn überführt, sagte die Richterin bei der Urteilsverkündung. Er wurde wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten sowie Bedrohung zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Rechtsanwältin hatte einen Freispruch beantragt, der Staatsanwalt plädierte auf eine 14-monatige Haftstrafe.

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte am Abend des 12. Mai 2014 von einer Telefonzelle in Berlin aus in dem vornehmen Kronberger Schlosshotel anonym angerufen und mit einer Bombe gedroht haben. Dort feierte Schröder mit hochrangigen Gästen seinen 70. Geburtstag nach. Das Hotel wurde evakuiert. Die Geburtstagsgesellschaft feierte in einem anderen Luxushotel weiter. Der 38-Jährige stellte sich selbst der Polizei. dpa/lhe

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