Freundin sollte Bombe nach Deutschland bringen

Mutmaßlicher IS-Terrorist in Frankfurt vor Gericht

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Symbolbild

Frankfurt - Als mutmaßlicher Syrien-Kämpfer und Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss ein 30-Jähriger vor Gericht. Der deutsche Staatsangehörige soll sich von Montag (22. August) an vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten.

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Dem Mann wird vor dem Staatsschutzsenat die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt. Der Angeklagte soll sich zwischen September 2013 und Februar 2014 in Syrien aufgehalten und dort eine Waffenausbildung absolviert haben. Mit einem Sturmgewehr und einer Handgranate habe er zum Sturz des Assad-Regimes und der Errichtung eines „Gottesstaates“ beitragen wollen, so das Ermittlungsergebnis der Bundesanwaltschaft.

Der Mann war im Februar 2014 in Ankara festgenommen worden. Einen Tag zuvor soll er seiner Freundin eine Rohrbombe ausgehändigt haben, die sie im Flugzeug nach Deutschland bringen sollte. Die Bombe konnte jedoch vorher sichergestellt werden. Ein Verfahren gegen die Frau soll in den nächsten Monaten vor dem Landgericht Frankfurt eröffnet werden.

Vorerst sind bis Mitte Oktober 14 Verhandlungstage terminiert. Der Prozess sollte ursprünglich im Juni beginnen, die Anklage wurde aber erweitert. dpa/lhe

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