Rhein-Main Baskets-Spielerin veröffentlicht Roman

Mörderisch: Basketballerin Verena Wilmes schreibt Taunus-Krimi

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Nicht nur am Ball talentiert: Verena Wilmes, Spielerin der Rhein-Main Baskets, mit ihrem Krimidebüt „Kryptonit“, der ab sofort im Handel erhältlich ist. 

Bad Soden – Als Spielerin der Rhein-Main Baskets ist Verena Wilmes für Körbe zuständig. Doch die Bad Sodenerin hat noch ein anderes Talent: Jetzt ist ihr erster Krimi erschienen. Es geht um einen toten Professor und die Frankfurter Basketballszene. Von Kristina Bräutigam

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Es gibt Schauspieler, die singen. Models, die moderieren. „Warum also keine Basketballspielerin, die schreibt?“, sagt Verena Wilmes. Die 23-Jährige aus Bad Soden spielt für die Rhein-Main Baskets in der zweiten Bundesliga. Viermal die Woche Training und mindestens ein Spiel am Wochenende ist normal für sie. Aber Verena Wilmes kann nicht nur Körbe werfen: Die Basketballspielerin hat jetzt ihren ersten Krimi-Roman veröffentlicht.

„Kryptonit – Ich kenne deine Schwäche“ heißt das 254 Seiten starke Werk, dessen Handlung in Königstein, Sulzbach und Frankfurt spielt. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Verena Wilmes, die schon als Kind gern geschrieben hat. Zwei Romane hat die 23-Jährige bereits in Eigenregie herausgebracht, „Kryptonit“ erscheint im Mainbook-Verlag und ist als Taschenbuch und E-Book erhältlich.

Wie weit würde sie selbst gehen?

Im Mittelpunkt des Krimis steht ein Professor, der sich viele Feinde gemacht hat, und vergiftet im Sulzbacher Eichwald gefunden wird. Die Ermittlungen führen die Hofheimer Kriminalpolizei in die Frankfurter Goethe-Universität – und in die Basketballszene. „Natürlich steckt in dem Roman viel von mir“, sagt Wilmes. Angst, sich im Roman wiederzufinden, müsse aber niemand haben. „Selbst wenn ich beim Schreiben an den ein oder anderen gedacht habe, sind alle Charaktere fiktiv.“

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Menschliche Schwachstellen sind das große Thema des Romans. „Jeder von uns hat eine Schwachstelle, eine Verletzung, die sich nicht abhaken lässt, und die andere Menschen ausnutzen“, erzählt die 23-Jährige, die gerade ihren Master in Zellbiologie macht. Auch in ihrem Leben habe es Verletzungen gegeben. Welche, das möchte Verena Wilmes nicht verraten. 

Anders als ihre Romanfiguren sei sie allerdings nicht fähig, aus Rache zu töten. „Auch wenn ich das Gedankenspiel, wie weit jemand gehen würde, sehr spannend finde.“ Große Erwartungen, mit ihrem Krimidebüt die Bestsellerlisten zu stürmen, habe sie nicht. Mit dem Schreiben sei es am Ende wie mit dem Basketball. „Es macht Spaß, aber reich wird man damit nicht.“ Wenn die Leser ihr Buch nicht aus den Händen legen könnten, hätte sie ihr Ziel erreicht, sagt Verena Wilmes. Und den Frauenbasketball etwas bekannter zu machen, schade am Ende ja auch nicht.

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