Kommentar

Ost-Trucker: Standards müssen für alle gelten

Laut Experten kommt jeder dritte Laster auf deutschen Autobahnen aus Osteuropa. Am Steuer: Fahrende Sklaven, die für einen Hungerlohn arbeiten, schlecht ausgebildet sind und unter menschenunwürdigen Bedingungen monatelang in ihrem Lkw leben. Ein Kommentar von Kristina Bräutigam

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Ausgebeutet werden die Fahrer von Spediteuren und Subunternehmen, toleriert werden sie von der Politik.  Europäische Richtlinien bringen nichts, so lange sie in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgelegt werden. In Frankreich und Belgien etwa müssen Fahrer ihre Ruhezeit an ihrem Lebensmittelpunkt, also Zuhause, verbringen. In Deutschland wird dies weder kontrolliert noch sanktioniert. Und nicht nur einheitliche EU-Standards müssen her. Auch wir Verbraucher müssen umdenken. Solange wir wollen, dass Supermarktregale rund um die Uhr voll sind und unsere Onlinebestellung schnell und billig geliefert wird, werden die rollenden Zeitbomben weiter über unsere Autobahnen fahren.

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