Mehmet Kücükbügrü ist der Köfte-Mann

Lecker! Der Kult-Imbiss am Offenbacher Main-Ufer

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Mehmet Kücükbügrü ist der Köfte-Mann.

Offenbach - Mit seinem Imbiss-Wagen ist Köfte-Mann Mehmet Kücükbügrü mittlerweile Kult. Abend für Abend steht er mit seinem grellblinkenden Köfteschild inmitten der absoluten Dunkelheit am Offenbacher Mainufer und brutzelt Buletten fürs Partyvolk. Von Christian Reinartz 

Wer an Mehmet Kücükbügrü kleinem Imbiss-Anhänger mit Schirm vorbeiradelt, fährt einfach weiter. Diesen Imbiss bekommt man, wenn überhaupt, empfohlen. Erst dann traut man sich, am grellbunten Neon-Blinklicht direkt am Mainufer Halt zu machen. Und das lohnt sich: Denn auf diesem kleinen Wagen werden die wohl besten Buletten des Rhein-Main-Gebiets gebraten. Die Party-Szene feiert den Köfte-Mann vom Main längst als kulinarischen Geheimtipp. Kein Abend im Robert Johnson ohne Abstecher zum Köfte-Mann.

Ein altes türkisches Familienrezept

Der kleine Grill raucht in lauen Sommernächten ohne Unterbrechung.

Vor allem in lauen Sommernächten bilden sich lange Schlangen in der absoluten Dunkelheit des Mainparkplatzes. Keine Straßenlaterne erhellt die Szenerie. Nur das Glimmen von Zigaretten ist zu sehen. Und das flackernde „Köfteci-Schild“ von Kücükbügrü. Ganz artig stehen sie in einer Reihe, warten zum Teil lange, bis sie dran sind. Ebenso lange bis der kleine Grill von Mehmet Kücükbügrü sein Werk getan hat. Ungeduld gibt es dort nicht. Die Leute wissen: Das Warten lohnt sich. Doch was ist an den Köften so besonders? „Das ist ein altes türkisches Familienrezept“, verrät Kücükbügrü. „Da hinein kommt meine spezielle Würzmischung.“ Lange hat er daran getüftelt, mittlerweile ist ihm das Rezept in Fleisch und Blut übergegangen. „Da ändere ich auch nichts mehr dran“, sagt er. „Jeder, der probiert hat, kommt wieder. Mehr Lob gibt es doch gar nicht.“

„Eine Geschmacksexplosion“

Kücükbügrü greift mit einer Edelstahlzange zu, hält eine frisch gebratene Köfte erst ins hellblaue Neonlicht. Dann lässt er sie in einem Stück knusprigem Fladenbrot verschwinden. „Ich mach da nicht mal Soße rein“, sagt der Köfte-Mann stolz. „Meine Zutaten schmecken auch so schon gut genug.“ Für Kunde Martin Morras Ganskow hat das Warten um 0.45 Uhr ein Ende. Mit glänzenden Augen greift er seine dampfende Köfte-Tasche. Links und rechts läuft duftender Fleischsaft heraus. Genüsslich beißt er hinein. „Das hier ist eine Geschmacksexplosion.“ Mehmet Kücükbügrü lächelt zufrieden und legt die nächste Ladung Fleisch auf den Rost. Noch ein paar Wochen hat er vor sich, dann beginnt das Wintergeschäft. Dann steht er mit einem Würstchenwagen vor dem Frankfurter Club Travolta. „Da ist dann mehr los. Aber sobald es im Frühjahr warm wird, bin ich dann wieder hier.“

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