„Moderne Keuschheitsgürtel“

Künstlergruppe sammelt 3000 Liebesschlösser für Performance

Frankfurt - Die Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule“ hat für ihre geplante Performance nach eigenen Angaben vom Donnerstag 3000 Liebesschlösser gesammelt. Sie seien zu einem Kunstwerk eingeschmolzen worden, das am Abend in einer Ausstellung präsentiert werden sollte.

Details wollten die Initiatoren der Aktion „Stahlbad ist 1 Fun“ nicht nennen. Die rund zehnköpfige Gruppe hatte vor knapp zwei Wochen dazu aufgerufen, Liebesschlösser am Eisernen Steg in Frankfurt abzutrennen und bei ihr einzureichen.

Aus den Schlössern wollte sie ein Protest-Objekt gestalten. Liebesschlösser seien „moderne Keuschheitsgürtel“, der Kult um die Brückenschlösser „ein Anschlag kleinbürgerlicher Ästhetik“, hatten die Künstler argumentiert. Erst im vergangenen November hatten sie mit einer Performance für mediale Aufmerksamkeit gesorgt: Dabei wollten sie öffentlich Heroin spritzen. Die Aktion war aber kurzfristig abgesagt worden.

Zu sehen ist das Resultat der aktuellen Aktion ab Donnerstagabend, 19 Uhr, im con[Space]/Atelierfrankfurt in der Schwedlerstraße 1-5. Die Ausstellung geht anschließend bis zum 3. September. dpa/lhe/skk

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Rubriklistenbild: © dpa

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