Schotterpiste zwischen Langen und Wixhausen

Diese Kreuzung ist für Radfahrer lebensgefährlich

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Vor der Kreuzung zur Autobahnzufahrt zur A661 ist auf einem sogenannten Mehrzweckstreifen Platz für die Radfahrer, doch...

Egelsbach/Langen - Wer von Langen nach Wixhausen eine Radtour macht, der sollte an einer Stelle besonders aufmerksam sein. Denn an einer neu gestalteten Kreuzung wartet eine gemeine Stolperfalle. Von Oliver Haas

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Alexander Schnase aus Langen fährt gerne an der frischen Luft mit dem Rad zu Arbeit nach Egelsbach. Doch in der vergangen Zeit ist ihm die Lust darauf etwas vergangen und er wandte sich an den EXTRA TIPP. Denn: Eine kurze, aber gefährliche Verkehrssituation zwischen Langen und Wixhausen lässt ihn diese Strecke nur noch mit einem schlechten Gefühl radeln. 

Wenn er auf seinem Arbeitsweg, mit dem Fahrrad aus Langen kommend, auf der Darmstädter Landstraße in Richtung Darmstadt-Wixhausen fährt, kommt er an der neugestalteten Kreuzung mit der K168 und der Autobahnzufahrt zur A661 vorbei. Bis dahin kann er einen sogenannten Mehrzweckstreifen als sicheren Radweg, neben den fahrenden Pkw und Lkw auf der rechten Seite, mit seinem Rad benutzen. 

Radweg hört plötzlich auf

Doch dann wird´s heikel. Es entsteht eine gefährliche Verkehrssituation. Denn wenn er bei grüner Ampelschaltung die Kreuzung passiert, ist sein Radweg plötzlich verschwunden. Stattdessen erwartet ihn ein Schotterweg. Dieser ist zwar nicht sehr lang, aber er muss hier höllisch aufpassen. Denn links vom Weg könnte eine steil abfallenden Kante ihn zum Stürzen bringen

Nach der Kreuzung wartet auf die Radfahrer ein Schotterweg mit abfallender Kante.

Als Alternative könnte er freilich für das kurze Stück auf die Straße wechseln. Aber auch hier riskiert er einen Unfall: „Das ist ein Risiko, denn dort gibt es eine Doppelspur für die Autofahrer, die von der A661 her kommend Richtung Darmstadt fahren. Mit Überhol- und Einfädelvorgängen“, so Schnase. Ungefähr ab Höhe des dortigen Supermarktes geht der Radweg dann wieder wie gewohnt weiter. Bis dahin fährt Schnase immer mit mulmigem Gefühl. „Früher gab es dort mal einen Radweg, aber der ist bei der Umgestaltung der Kreuzung nicht wieder vollständig hergerichtet worden.“ 

Der EXTRA TIPP hat bei Hessen Mobil nachgefragt, warum die Kreuzung zwar neu herausgeputzt wurde, aber diese für Radfahrer gefährliche Situation entstanden ist. Andreas Moritz, Regionalleiter für Südhessen bei Hessen Mobil, sagt, dass bei der Planung der Mehrzweckstreifen nicht vorgesehen war. Allerdings räumt er nach Sicht des Falles ein, dass es durchaus Sinn macht, wenn dort nachgebessert wird. „Das Ganze muss natürlich erst noch in einer Sitzung vorgestellt und beantragt werden, aber dann sollte dort bald eine Lösung gefunden werden.“

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