Kolumbianerin verurteilt

Kokain in Brüsten geschmuggelt: Zweieinhalb Jahren Haft

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Eines der mit Kokainpaste gefüllten Brustimplantate.

Frankfurt - Wegen Schmuggels von Kokain in ihren Brustimplantaten ist eine zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zu Gute kam der geständigen 24-Jährigen auch, dass sie von sich aus am Frankfurter Flughafen auf die Drogen in ihren Brüsten hingewiesen hatte.

Die Kolumbianerin hatte nach ihrer Ankunft im Februar dieses Jahres über Schmerzen geklagt. Anschließend wurde sie geröntgt und ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde das Rauschgift aus den Implantaten herausoperiert. Die Drogen sollten ursprünglich weiter nach Spanien transportiert werden. 

Das Kokain war der Frau in einem Privathaus einoperiert worden. Obwohl sie große Schmerzen hatte und wegen der frischen Wunden kaum laufen konnte, wurde sie bereits einen Tag später ins Flugzeug gesetzt. Umgerechnet 850 Euro waren ihr als Kurierlohn versprochen worden. Mit dem Geld habe sie die Schuluniformen für ihre jüngeren Geschwister finanzieren wollen, sagte die Frau.

„Ein ungewöhnlicher Fall, der betroffen macht", sagte der Vorsitzende Richter. Er wies auf die völlig unzureichenden klinischen Standards in dem Haus hin, in dem die Frau vor der Reise operiert worden sei. „Sie kann froh darüber sein, dass alles glimpflich und ohne Infektionen ablief." dpa/lhe

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Fotos: Die Verstecke der Drogen-Schmuggler

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