Service: Den ganzen Körper Stärken durch Gesangstraining 

Stimmbänder trainieren für mehr Selbstbewusstsein

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Ute Bolz-Fischer trainiert mit Gesang die Stimme. 

Region Rhein-Main – Die Stimme prägt den ersten Eindruck, den man von einem Menschen hat. Ein neuer Trend der Region ist, an ihr zu arbeiten, um mehr Selbstbewusstsein zu erlangen. Der EXTRA TIPP stellt vor, worauf beim Stimmtraining besonders zu achten ist. Von Janine Drusche

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„Über den Klang der Stimme beurteilen wir Menschen uns gegenseitig. Eine angenehme, klangvolle Stimme macht uns sympathisch“, sagt Ute Bolz-Fischer. Die Stimmtrainerin aus Frankfurt weiß, wovon sie spricht: Seit fast 20 Jahren gibt sie ihr Wissen im Gesangs- und Stimmtraining weiter. „Das Singen hilft die Stimme zu trainieren. 

Die soziale Kompetenz ist, sie dann noch richtig einzusetzen“, sagt Bolz-Fischer. Auch könne man sich mit einer schönen Stimme eine Eintrittskarte beim Gegenüber sichern. „Eine feste Stimme steht für Selbstsicherheit und Strapazierfähigkeit.“ Und die erreiche man am besten durch richtiges Singen. „Dabei werden außerdem Stresshormone abgebaut und Glückshormone gebildet. 

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Entzündungswerte senken 

Ein Immunabwehrstoff entwickelt sich zusätzlich im Körper, der Bakterien abbaut und Entzündungswerte sinken lässt“. Alles nur durch den richtigen Umgang mit der Stimme. „Das kann jeder lernen“, sagt sie. Was man genau im Stimmtraining alles lernt und worauf Personen achten sollten, die durch ihre Stimme bezirzen wollen: Der EXTRA TIPP hat sieben Tipps von Ute Bolz-Fischer bekommen.

1. Das Tiefenatmen lernen

Die meisten Leute atmen falsch. „Wer richtig tief in den Bauch, Rücken und das Gesäß atmen lernt, belüftet die Lunge und fühlt sich dann besser“, sagt Bolz-Fischer.

2. Den Mund richtig weit öffnen 

Die Meisten wissen gar nicht, wie weit man den Mund öffnen und den Kiefer aufklappen kann, so die Stimmtrainerin: Der Kiefer soll vor dem Singen beispielsweise mal richtig weit geöffnet werden. Wer den Mund weit genug aufmacht, bekommt einen Gähn-Reflex. Kommt dieser, ist das ein gutes Zeichen, denn: „Viele sind vom Stress so verkrampft, dass sie nicht wissen, wie weit sie mit ihrem Körper gehen können“, sagt Bolz-Fischer: „So lösen sich die Verkrampfungen.“ Wer beim Singen und Sprechen den Mund ordentlich öffnet, spricht auch automatisch deutlicher.

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3. Den ganzen Körper lockern

Der ganze Körper muss laut der Stimmtrainerin gelockert werden, damit die Stimme gut klingt. Ob beim Vortragen in einer Konferenz, einer Gesangsaufführung oder im Bewerbungsgespräch: „Es ist wichtig, dass der Kehlkopf und die Zunge möglichst weit unten in ihren Bereichen liegen“, so Bolz-Fischer. So werden sie weniger belastet, was zu mehr Durchhaltevermögen für die Stimme und damit einem insgesamt sichereren Auftreten führt. Bolz-Fischer: „Die gesprochenen Inhalte kommen dann auch glaubwürdiger rüber.“

4. Die richtige Spannung halten

An manchen Punkten im Körper muss losgelassen – entspannt –, an anderen Spannung aufgebaut werden. Die Muskeln an der Oberlippe können beispielsweise durch ein Muskeltraining gestärkt werden, um besser kontrollierbar zu werden. Auch die Körperhaltung, die Atmung, Gestik und Mimik können so kontrolliert werden.

5. Resonanzräume ausbilden

Werden die Stimmbänder beim Singen zum Schwingen gebracht, bildet sich Schall in den sogenannten Resonanz-Räumen des Körpers aus, das heißt beispielsweise im Nasen-, Stirn- und Brustbereich schwingt es. Dabei müsse der Singende in sich hinein spüren, das Summen im Körper wahrnehmen. Das wirke sich positiv auf den Körper und das Sprechen im Allgemeinen aus.

6. Vor dem Sprechen oder Singen auf Ernährung achten

Wenn eine Präsentation, ein längeres Gespräch oder ein Gesangsauftritt ansteht, sollte man vorher darauf achten, was man isst und trinkt, „Kaffe und schwarzer Tee trocknen den Hals aus, Milch verschleimt und Gemüse bläht“, sagt Bolz-Fischer und rät zu stillem Wasser, Nudeln und Rührei.

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