Polizei muss in Groß-Zimmern eingreifen

Streit zwischen Kerbburschen und Flüchtlingen eskaliert

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Symbolbild

Groß-Zimmern - Gleich mehrere Polizeistreifen waren am Montagabend im Einsatz, um eine Auseinandersetzung zwischen Kerbburschen und Flüchtlingen zu schlichten. Ein eigentlich unbeteiligter 18-Jähriger geriet zwischen die Fronten und wurde niedergeschlagen. 

Laut Polizei hat der Streit gegen 23.10 Uhr mit einem Gerangel auf der Tanzfläche begonnen. Zuvor soll eine bislang noch unbekannte Frau unsittlich berührt worden sein. Im Verlauf der anschließenden Auseinandersetzung habe dann jemand ein Glas geworfen. Die Asylbewerber sollen drauf hin in Richtung ihrer Unterkunft weg gerannt sein. Die Kerbburschen folgten ihnen. 

Ein 18-jähriger Iraker griff auf dem Nachhauseweg einen der vermeintlichen Verfolger an und schlug den gleichaltrigen Mann aus Groß-Zimmern. Dieser war allerdings nur zufällig zwischen die Fronten geraten und hatte mit der ursprünglichen Auseinandersetzung nichts zu tun. Aufgrund der gleichen Bekleidung glich er allerdings der Verfolgergruppe. Die Polizei geht von einer Verwechslung aus. 

Mutter mit Messer bedroht

Als die Mutter des Groß-Zimmerners ihrem Sohn zur Hilfe eilte, soll sie von dem Angreifer noch mit einem Messer bedroht worden sein. Gegen den 18-Jährigen Iraker wurde daraufhin Anzeige wegen Körperverletzung und Bedrohung erstattet.

Die Reibereien und Provokationen zwischen den Kerbburschen und Flüchtlingen dauerten schließlich bis nach Mitternacht. Gegen ein Uhr hatte sich die Situation beruhigt. Aufgrund des Alkoholkonsums der meisten Beteiligten sowie diversen Sprachbarrieren gestaltet sich die Klärung des Sachverhalts äußerst schwierig. Die Ermittlungen dauern an.

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