Tödliche Gefahr für Tiere

Stadt Offenbach warnt vor giftigem Jakobskreuzkraut

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Schön anzusehen, aber gefährlich für Tiere: Das Jakobskreuzkraut. 

Region Rhein-Main - An vielen Wegen und Weiden blüht das Jakobskreuzkraut. Die Pflanzen ist schön anzusehen, aber Vorsicht: Für Rinder, Pferde und Schafe kann ihr Verzehr tödlich enden. Die Stadt Offenbach appelliert jetzt an alle Landwirte. 

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Seit Jahren breitet sich das gegen Trockenheit und hohe Temperaturen widerstandsfähige Jakobskreuzkraut ist auf den Weideflächen und Wiesen Deutschlands aus. Für Weidetiere, insbesondere unerfahrene Jungtiere, stellt die Pflanze allerdings eine tödliche Gefahr dar, warnt Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach. „Wir bitten alle Landwirte und Eigentümer von Flächen, die entsprechenden Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“

Als konkrete Maßnahme gegen die Ausbreitung in landwirtschaftlich genutzten Flächen empfiehlt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen die Samenbildung zu verhindern und die Einwanderung in Grünlandnarben abzuwehren. “Das ist Aufgabe der bewirtschaftenden Landwirte beziehungsweise der Flächeneigentümer“, erklärt Hollerbach.

Behörde greift nicht ein

Wie der größte Teil der in Deutschland wachsenden Wildpflanzen enthält auch das Jakobskreuzkraut  Stoffe, die giftig oder krebserzeugend wirken können. Diese Pflanzen sind aber gleichzeitig unentbehrliche Elemente der Ökosysteme, in denen sie vorkommen. „Da die Wirkung dieser Stoffe allein von der Nutzung der Pflanzen abhängt und durch die Pflanze keine generelle Gefährdungssituationen für die öffentliche Sicherheit oder den Naturhaushalt entsteht, ist wie bei allen anderen einheimischen Wildpflanzen kein behördliches Vorgehen gegen die Verbreitung der Pflanze vorgesehen“, erklärt die Umweltamtsleiterin. 

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Seine hauptsächliche natürliche Verbreitung hat das Jakobskreuzkraut in den steppenartigen Lebensräumen Vorderasiens und des Mittelmeerraumes.  Nach dem extrem trockenen, nahezu frostfreien, Winter 2006/2007 traten erstmals Pflanzen in größerer Anzahl auf Wiesen und Weiden auf. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die erhebliche Verzögerung beim Graswachstum aufgrund der langen Trockenheit, durch offenen Boden und durch Trittschäden als Resultat eines zu hohen Viehbesatzes sowie falsche Wiesenbewirtschaftung, insbesondere wenn keine Nachsaat bei Bodenverwundungen erfolgt. Das Jakobskreuzkraut gedeiht auch bei Trockenheit gut. „Im Zuge des Klimawandels ist künftig mit länger andauernden Trockenperioden mit „Steppenklima“ zu rechnen. Dadurch wird sich das Jakobskreuzkraut auch in der Zukunft weiter verbreiten“, sagt Hollerbach. 

Am besten sei es, Einzelpflanzen inklusive ihrer Wurzel auszustechen oder die Pflanzen zu Blütebeginn und auch bei wiederholter Blüte des Nachtriebs abzumähen. Sowohl die ausgestochenen Pflanzen als auch das Mähgut müssen vernichtet werden. Zum Dichthalten der Grasnarbe empfiehlt sich die jährliche Übersaat lichter Stellen. Zu achten ist auch darauf, dass die Anzahl der Tiere der Weidefläche angepasst ist. red

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