Baulärm und Schadstoffe

Riederwaldtunnel: Initiative wartet auf Ergebnisse

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Symbolbild

Frankfurt - Der Baubeginn des Riederwaldtunnels wurde zwar auf 2018 verschoben, die vorbereitenden Arbeiten für die Verbindung zwischen den Autobahnen A66 und A661 im Osten von Frankfurt schreiten dennoch stetig voran. Die Bürgerinitiative Riederwald verfolgt die Vorgänge mit Skepsis.

Die Fertigstellung des Autobahndreiecks Erlenbruch ist für 2017 vorgesehen – auch wenn es dann mindestens ein Jahrzehnt nutzlos sein wird. Denn eine Befahrung des Tunnels wird frühestens 2025 möglich sein. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Bürgerinitiative Riederwald, die unerträglichen Bau- und Verkehrslärm sowie die Belastung durch Schadstoffe befürchtet, nach wie vor ganz oben. 

„Baustelle folgt auf Baustelle. Wir werden uns immer mehr der Größenordnungen bewusst“, sagt Sprecher Rainer Frey. Zuletzt hatte der geplante sechsspurige Ausbau der A661 zwischen Bad Homburger und Offenbacher Kreuz für Wirbel gesorgt. Die Initiative forderte bereits eine komplette Einhausung der A661 bis zur A66, Planungs- und Bauzeit werden allerdings noch mindestens 18 Jahre andauern. 

Lärm erreicht Niveau der Körperverletzung

Auch die geplanten sechs Fahrspuren im Riederwaldtunnel sorgen bei den Kritikern für Kopfschütteln. „Während es nicht genug Fahrspuren sein können, plant das Land Hessen Schutzmaßnahmen vor Schadstoffen und Lärm für die Riederwälder, als ob es sich um eine Dorfumgehungsstraße handele“, sagt Frey. 

Die bisherigen Baumaßnahmen hätten sich vor allem durch die Verletzung der Gesundheitsrechte der Riederwälder ausgezeichnet. Proberammungen durch Hessen Mobil vor zwei Jahren hätten mit über 80 Dezibel das Niveau der Körperverletzung überschritten, vor allem die Bewohner der Riederwälder Seniorenwohnanlage Vatterstraße hätten unter dem Lärm gelitten

Frey klagt über mangelnde Transparenz und unzureichenden Informationsfluss. In jedem Fall wolle die Initiative in Zukunft versuchen, Grenzwertverletzungen beim Baulärm zu verhindern. Ein Pflichttermin für die Riederwälder sei die Infoveranstaltung des Landes Hessen zum Riederwaldtunnel im Herbst. Dann geht es um das öffentliche Planänderungsverfahren, das neue Erkenntnisse aus den im vergangenen Jahr angeordneten Untersuchungen auf Grundlage der aktualisierten Verkehrsprognose enthalten soll. „Hier sollten wir per Stellungnahme unseren Gesundheitsschutz einfordern“, sagt Frey.

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