Gruselparcours Halloween Nights

Zombies, Monster und Untote beim Casting

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Grimmige Gestalten und Zombies: Beim Geistercasting auf der Thomashütte legten sich die Bewerber ins Zeug, um mit ihrem gruseligen Aussehen Angst und Schrecken zu verbreiten.

Eppertshausen – Zombies, Monster, Untote und jede Menge Blut: Beim Geistercasting für die Halloween-Nights ging es auf der Thomashütte ziemlich gruselig zu. Von Jens Dörr 

Wird er der Dieter Bohlen von der Thomashütte? Gerd Hübner, Pressechef des Ausflugziels nahe Eppertshausen, mutierte in einer Scheune des Hofguts am Sonntag jedenfalls zum härtesten der drei Jurymitglieder. Während „Evil Bunny“ Mareike Blick und Zirkusmann Peter Kremer zahm blieben, fühlte Hübner Vogelscheuchen und Zombies jedenfalls mächtig aufs kariöse Zahnfleisch. Beim Geistercasting für den Gruselparcours der „Halloween Nights“ vom 29. Oktober bis 2. November gerieten somit eher die Untoten als die Lebendigen ins Schwitzen. Am Ende gab’s für alle Darsteller zwar kein Foto, aber doch den Daum hoch für alle.

So ist im Herbst auch die fürchterliche Gerda dabei, wenn dunkle Gestalten im Wald und später bei einer Show die Gruselsüchtigen in Angst und Schrecken versetzen werden. Im „normalen“ Leben betreibe sie ja einen Blumenladen in Urberach, verriet sie. Dann verteilt sie auch mal Gänseblümchen an die Kunden, während sie bei den „Halloween Nights“ für Schauer sorgen soll. Sie selbst versetze etwas ganz anderes in Angst und Schrecken, verriet sie in ihrer selbstironischen Fünf-Minuten-Präsentation: „Ich werde dieses Jahr 50.“ Das rang sogar Juror Hübner Mitleid ab.

Horrorarzt und Zombie

Neben der schrecklichen Maskerade achtete die Jury auf die Vorstellung der „Geister“, auf Sprache und Bewegung. Während sich die Vogelscheuche zunächst zierte, marschierte Marcel aus Altheim munter drauf los. Eine Dreiviertelstunde habe er für sein Outfit als „Horrorarzt“ gebraucht, verriet er – und dass er gerade eine Ausbildung zum Bankkaufmann mache. Ob einen dies automatisch zum Zombie mutieren lasse, wollte Hübner wenig später wissen, als auch der 25-jährige „Untote“ Marcello verriet, dass er sich beruflich statt mit Eingeweiden eigentlich mit Riester und Rürup beschäftige.

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Am Ende traute sich die scheue Vogelscheuche dann doch noch vor die Jury. Sie komme „frisch aus den Darmstädter Spargelfeldern. Mit den Vögeln habe ich mich sehr gut verstanden - bis ich ihnen den Kopf abgehackt habe.“ Mit Menschen könne sie das Gleiche tun, versprach die Gestalt. Eine weitere Bewerbung, die ankam: „Noch im Rahmen“, befand Hübner zu den Aussagen. Nur wenn es „zu heftig und derb“ werde oder die Teilnehmer zu jung seien, sage das Thomashütten-Team beim Casting „nein“.

Wer in seiner Freizeit Menschen erschrecken statt auf der Couch lungern will, erhält in Eppertshausen voraussichtlich noch einmal eine Chance: „Da die Hitze und einige wichtige Termine verhinderten, dass am Sonntag alle angemeldeten Teilnehmer kamen, wird es auf vielfachen Wunsch ein zweites und letztes Casting geben“, kündigte Hübner an. Den Termin, der wohl Ende August oder Anfang September sein wird, gibt die Thomashütte (www.thomashuette.com) in Kürze bekannt.

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