Die Frucht-Schüsseln sind in aller Munde

Farbenrausch und Vitamine: So gesund sind Fruit-Bowls wirklich

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Lecker, gesund und wahre Vitaminbomben. Die „Frucht-Schüsseln“ sind in aller Munde.

Region Rhein-Main - Die „Bowls“, zu deutsch Schüsseln, sind der neueste Trend für eine ausgewogene Ernährung. Der EXTRA TIPP hat eine „Power-Fruit-Bowl“ getestet und erklärt die Inhaltsstoffe der Zutaten. Von Katrin Greschner

Joghurt in eine Schüssel füllen

Mit seinem hohen Kalziumanteilist Joghurt nicht nur gut für Knochen und Zähne, sondern verbessert auch die Aufnahme von Kalzium in die Blutbahn mit Hilfe der Milchsäure. Das Funktionieren der Muskeln wird gewährleistet durch das im Joghurt enthaltene Kalium und Magnesium. Kalium reguliert außerdem den Wasser- und Säure-Basenhaushalt des Körpers. Die Milchbakterien des Joghurts sind wichtig für die Darmflora. Vor allem bei Verdauungsbeschwerden können die kleinen Helfer dem Darm helfen, wieder zu funktionieren.

Diese Superfruits sind in vielen Kulturen ein Symbol für Gesundheit und Fruchtbarkeit. Neben B- und C-Vitaminen beinhalten sie auch Kalium, Folsäure und Eisen. Ein weiterer Vorteil sind das Ballaststoffreichtum und die geringe Kalorienzahl der roten Kerne. Granatäpfel besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und sind wirksam gegen Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Sie helfen auch dabei, den Cortisolspiegel zu senken und dadurch mit stressigen Situationen besser umzugehen.

Mehr als 30 verschiedene Vitamine und Spurenelemente, bis zu 180 Milligramm Kalium und andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen trägt ein Apfel in und unter seiner Schale. Dabei besteht er zu 85 Prozent aus Wasser und hat nur rund 60 Kilokalorien. Er ist gut zu Zähnen und Darm. Zusätzlich ist in ihm Trauben- und Fruchtzucker enthalten, beide Zuckervarianten liefern dem Körper schnell Energie.

Banane schälen und in Scheiben schneiden

Anschließend auf den Joghurt legen. Die krummen Früchte sind reich an Kohlenhydraten. Sie enthalten eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten und Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Die Kohlenhydrate sind es, die unseren Körper rasch mit neuer und langfristig wirksamer Energie versorgen. Kalium aktiviert Enzyme, hält die Muskeln gesund und reguliert den Wasserhaushalt. Das Magnesium sorgt als Bestandteil vieler Enzyme für ein reibungsloses Zusammenspiel von Nerven und Muskeln und verhindert Muskelkrämpfe. Außerdem sind sie leicht verdaulich und werden deshalb gerne als Babynahrung verwendet.

Chia-Samen auf den Joghurt streuen

Joghurt, Granatapfelkerne, Apfel- und Bananenscheiben, Chia-Samen und Amaranth: Daraus besteht die „Power-Fruit-Bowl".

Diese kleinen, schwarzen Samen sind überdurchschnittlich reich an Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen und haben ein sehr hohes Omega-3-Vorkommen. Sie enthalten zehnmal mehr Omega-3 als Lachs, neunmal mehr Antioxidantien als Orangen, vier Mal mehr Eisen als Spinat, fünf Mal mehr Kalzium als Vollmilch, 15 Mal mehr Magnesium als Brokkoli und vier Mal mehr Ballaststoffe als Leinsaat. Weiterhin sind in den Chia-Samen Vitamin A und B, Kalium, Bor, Zink, Folsäure sowie lebenswichtige Aminosäuren enthalten. Laut einer Studie eines US-Instituts haben Chia-Samen einen natürlichen blutverdünnenden Effekt, der das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts senkt. Weiterhin kommt die Studie zum Ergebnis, dass Chia-Samen den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und diesen regulieren können.

Gepufftes Amaranth auf den Joghurt streuen

Die kleinen, leicht nussig schmeckenden, Körnchen bieten eine Fülle an Nähr- und Vitalstoffen. Der Kohlenhydratanteil ist deutlich geringer als der im Getreide. Außerdem sind diese Kohlenhydrate für den Körper leicht verwertbar und stellen ihm sehr schnell in Form von lang anhaltender Energie zur Verfügung. Amaranth ist reich an Omega-6-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Es enthält auch Lecithin, das bei der Fettverdauung und beim Aufbau des Gehirns und des Nervengewebes eine wichtige Rolle spielt. Amaranth enthält sämtliche essentiellen Aminosäuren und verfügt insgesamt über einen Proteingehalt von etwa 15 bis 18 Prozent – ein Wert, den keines der herkömmlichen Getreide erreicht. Daher ist Amaranth besonders für Vegetarier und Veganer ein guter Eiweißlieferant. Auch für gesunde Haut und starke Knochen sorgt es, da es Lysin enthält. Dieses hat laut wissenschaftlichen Studien sogar die Fähigkeit, die Bildung von Metastasen bei einer Krebserkrankung zu stoppen.

Und jetzt alles miteinander vermischen

Abschließend alle Zutaten miteinander vermischen und genießen. Wer möchte kann Honig, oder die vegane Variante Agavendicksaft, als zusätzliches Süßungsmittel in den Joghurt einrühren. Natürlich können auch alle anderen Früchte der Saison mit eingearbeitet werden. Beliebt sind unter Bloggern auch getrocknete Goji-Beeren.

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