Gerichtsurteil in Hanau

Frau tötet schlafenden Liebhaber: Sieben Jahre Haft 

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Hanau - Nach einem blutigen Beziehungsdrama ist eine Frau, die ihren schlafenden Lebensgefährten mit einem Messer erstochen hat, zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Das Landgericht Hanau verhängte am Mittwoch sieben Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes und eine anschließende Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.Die 53-Jährige hatte den Mann Ende Dezember 2015 in der gemeinsamen Wohnung in Gelnhausen  getötet. Die Richter gingen von verminderter Schuldfähigkeit aus, weil die Angeklagte unter Depressionen und Wahnvorstellungen litt.

Mann wollte zurück zur Ehefrau

Im Prozess hatte die Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Gegenüber der Polizei und einem Arzt hatte sie hingegen die Tötung ihres Lebensgefährten eingeräumt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte die Angeklagte aus Eifersucht, weil der Mann zu seiner Ehefrau zurückkehren wollte. Dies sei aus einem Chatverlauf von WhatsApp-Nachrichten hervorgegangen.

Nach den tödlichen Messerstichen versuchte sich die Angeklagte offenbar selbst umzubringen und fügte sich lebensbedrohliche Messerstiche am Oberkörper in den Bereichen von Lunge und Magen zu. In der Uniklinik in Frankfurt wurde sie notoperiert. dpa

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