Elf Köpfe: Was sie vorhaben, wie sie ihre Kollegen finden, was ihnen an Frankfurt liegt

Frankfurts neue Regierungstruppe stellt sich vor

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Das Team von links: Stadtrat Markus Frank, Stadtrat Mike Josef, Stadträtin Dr. Ina Hartwig, Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld, Bürgermeister Uwe Becker, Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadtrat Stefan Majer, Stadträtin Rosemarie Heilig, Stadträtin Sylvia Weber, Stadtrat Klaus Oesterling und Stadtrat Jan Schneider.

Frankfurt - Frankfurts Regierungsmannschaft ist zum Teil ausgewechselt worden, alte Haudegen sind gegangen, neue Dezernenten gekommen. Doch wer sind eigentlich die Köpfe des Römers? Im EXTRA TIPP stellen sich die Dezernenten vor und antworten ehrlich auf drei wichtige Fragen.

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Die Regeln sind einfach: Jeder Dezernent bekommt dieselben drei Fragen gestellt und muss sie persönlich beantworten. Frage 1: Was ist Ihnen konkret das Wichtigste, das Sie in Ihrer Amtszeit erreichen wollen? Frage 2: Welchen Dezernenten, ausgenommen Parteifreunde, schätzen Sie am meisten? Frage 3: Was mögen Sie an Frankfurt besonders und was nicht? 

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD, Dezernat 1: Oberbürgermeister)

1: Dass wir genügend Wohnungen bauen, die bezahlbar sind. Frankfurt ist für alle da. 

2: Mich verbindet doch mit allen eine Geschichte. Der eine ist Nachbar, mit der nächsten war ich in der Schule, mit anderen habe ich große Projekte für die Stadt gestemmt.

3: Die Lebenslust der Menschen unserer Stadt. Die vergnügte, friedliche, weltoffene Atmosphäre. Was nicht? Die vielen Dauerbaustellen.

Bürgermeister Uwe Becker (CDU, Dezernat 2: Finanzen, Beteiligungen und Kirchen)

1: Ich möchte Frankfurt weiterhin auf starken finanziellen Beinen sichern, damit wir eine wirtschaftlich starke und zugleich soziale und attraktive Stadt bleiben.

2: In der direkten Zusammenarbeit verbindet mich mit den Kollegen Mike Josef und Stefan Mayer sicher das meiste.

3: Ich liebe Frankfurts Charme als internationale Kultur- und Großstadt und seine gleichzeitig dörflichen Strukturen, seine kurzen Wege und mag nicht, dass wir oft zu kritisch mit unserer tollen Heimatstadt umgehen. 

Stadtrat Stefan Majer (Grüne, Dezernat 3: Personal und Gesundheit)

1: Ich möchte fünf Jahre jeden Tag dafür arbeiten, dass die Menschen in dieser Stadt gesund bleiben und gut aufgestellte Kliniken, Ärzte und Institutionen vorfinden, wenn sie Hilfe brauchen.

2: Selbstverständlich Mike Becker, aber auch Uwe Josef.

3: Ich mag die Internationalität und die Liberalität unserer Stadt; Egoismus und Rücksichtslosigkeit im Alltag auf unseren Straßen mag ich gar nicht. 

Stadtrat Mike Josef (SPD, Dezernat 4: Planung und Wohnen)

1: Ganz klar: Der herrschenden Wohnungsnot effektiv begegnen. Die Schaffung von angemessenem, ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum wird eine langfristige Herausforderung.

2: Den Kämmerer (Anmerkung: Uwe Becker)! Zumindest so lange, wie noch die Haushaltsgespräche laufen... 

3: Ich schätze die kurzen Wege, die Vielfalt und dass man nie fremd in der Stadt ist. Was ich dagegen nicht mag und für meinen Geschmack schon viel zu oft erlebt habe, ist die Eintracht im Abstiegskampf.

Stadtrat Jan Schneider (CDU, Dezernat 5: Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice, IT)

1: Mit der Optimierung der städtischen Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung will ich Schulen und Kitas schneller und günstiger bereitstellen. Zudem möchte ich mehr Online-Dienstleistungen anbieten, um den Bürgerservice weiter zu verbessern.

2: Mike Josef – nicht nur wegen der engen thematischen Verbindung von Planen und Bauen, auch als junge Familienväter müssen wir zusammenhalten.

3: Ich mag Frankfurts Vielseitigkeit: Nirgendwo sonst liegen großstädtische Urbanität, beschauliches Stadtteilleben und Naherholung so eng beieinander. Der alltägliche Berufsverkehr ist dagegen weniger vergnüglich. 

Stadtrat Klaus Oesterling (SPD, Dezernat 6: Verkehr)

1: Ich will erreichen, dass mehr Leute als heute mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Rad unterwegs sein werden.

2: Den Kämmerer, weil er das notwendige Geld besorgt.

3: Mögen: Die Nordweststadt. Nicht mögen: Den Fluglärm.

Stadträtin Dr. Ina Hartwig (SPD, Dezernat 7: Kultur und Wissenschaft)

1: Es wäre mir wichtig, das jetzige Niveau der Kultur zu erhalten und darüber hinaus mehr Menschen als bisher für Kultur zu interessieren. Aber ich möchte auch, dass die Stadtgesellschaft sich wieder stärker ihrer Tradition einer kritischen Öffentlichkeit besinnt.

2: Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Dezernenten und Dezernentinnen.

3: An Frankfurt liebe ich das Nebeneinander von Herz und Verstand, von Gelassenheit und Tempo, von Geist und Geld. Was manchmal fehlt, ist der Müßiggang. 

Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld (CDU, Dezernat 8: Soziales, Senioren, Jugend und Recht)

1: Ich will ein Zusammenleben ohne Ausgrenzung in Frankfurts Stadtteilen erreichen.

2: Mit Frau Stadträtin Heilig und Herrn Stadtrat Majer arbeite ich bereits seit Jahren vertrauensvoll zusammen und schätze beide sehr. Auch mit den neuen Kolleginnen und Kollegen erwarte ich mir eine gute Zusammenarbeit.

3: Ich schätze an Frankfurt sehr, dass jeder Stadtteil sein eigenes Gesicht hat. Als anstrengend empfinde ich die vielen Baustellen im Verkehr – auch wenn es sich selbstverständlich um notwendige Bauarbeiten handelt. 

Stadtrat Markus Frank (CDU, Dezernat 9: Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr)

1: Ich möchte dazu beitragen, dass Frankfurt am Main weiterhin eine sichere Stadt ist, in der sich die Menschen wohl fühlen. Geeignete Sportangebote, gute Netzwerke und gute Arbeitsplatzangebote tragen dazu bei, dafür setze ich mich ein.

2: Der gesamte Magistrat engagiert sich für eine gute Politik für die Bürgerinnen und Bürger. Als Beispiel möchte ich Stefan Majer hervorheben. Er hat dafür gesorgt, dass der neue Stadtteil Gateway Gardens einen attraktiven S-Bahn-Anschluss bekommt und damit unsere Wirtschaftspolitik unterstützt. Mit seiner pragmatischen und kollegialen Art ist er ein verlässlicher Partner im Magistrat.

3: Frankfurt ist eine weltoffene und gastfreundliche Stadt, gerade der Empfang der Olympiateilnehmer auf dem Römerberg hat das wieder eindrucksvoll gezeigt. Diese Begeisterungsfähigkeit der Frankfurterinnen und Frankfurter gefällt mir immer wieder gut. Dass wir Jogi Löws Mannschaft nicht auf dem Römerbalkon begrüßen durften, das gefällt mir weniger! 

Stadträtin Rosemarie Heilig (Grüne, Dezernat 10: Umwelt und Frauen)

1: Bestehendes Grün schützen und mehr Grün in die Stadt bringen. Wir sind mitten im Klimawandel und müssen Maßnahmen ergreifen, die uns vor den Folgen schützen.

2: Ich schätze sie alle. Doch mit Wertschätzung allein kommt man in der Politik nicht weiter. Gerade in der Umweltpolitik muss man auch mal die Ellenbogen ausfahren.

3: Was ich mag: Das Mainufer, unsere Parks, den Grüngürtel und den Palmengarten: Alles was grün ist. Was ich nicht mag: Lärm und Autoabgase. 

Stadträtin Sylvia Weber (SPD, Dezernat 11: Integration und Bildung)

1: Ich will, dass alle Frankfurterinnen und Frankfurter sich als gleichberechtigter Teil der Stadtgesellschaft fühlen. Nur so können Intoleranz und Extremismus bereits im Keim erstickt werden. Von politischen Entscheidungen Betroffene werden zukünftig rechtzeitig, offen und respektvoll über anstehende Maßnahmen informiert. Mit einem guten Bildungs- und Betreuungsangebot soll jedes Kind die Chance bekommen, den für sich bestmöglichen Abschluss zu erreichen, und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll sichergestellt werden.

2: Fragen Sie mich das am besten in fünf Jahren noch einmal.

3: Ich liebe an Frankfurt, dass es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt – leider aber auch immer noch Ungerechtigkeit und Benachteiligung.

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