Mit Parolen übermalt

Frankfurter Graffiti des toten Flüchtlingsjungen beschmiert

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Das Graffiti zeigt den ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan.

Frankfurt - Das große Graffiti des toten Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi auf einer Mauer im Ostend ist von Unbekannten mit Parolen beschmiert worden. Die Künstler Oguz Sen und Justus Becker haben das 20 mal sechs Meter große Bild angefertigt, um die Flüchtlingspolitik der EU zu kritisieren.

Fotos des syrischen Jungen, dessen Leiche an den Strand von Bodrum in der Türkei angespült wurde, gingen im September vergangenen Jahres um die Welt. Auf dem Graffiti sprayten Unbekannte nun die Parolen „Grenzen retten Leben“ und klein darunter „Fuck Antifa“ über das Gesicht und den Oberkörper des Kindes.

Die Frankfurter Polizei ermittele derzeit in alle Richtungen und prüfe die Einleitung eines Strafverfahrens, sagte Sprecherin Virginie Wegner am Mittwoch. Bisher gebe es keine Hinweise, die Polizei suche nach Zeugen. Die Künstler wollen das Graffiti wiederherstellen und sammeln dafür Spenden. Es ist nicht das erste Mal, dass ihr Werk verunstaltet wurdedpa/lhe

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