Staatsanwalt ermittelt

Millionen-Betrug: Frankfurter Grundschule trickste mit Zahlen

+
Symbolfoto

Frankfurt/Wiesbaden  - Eine Frankfurter Grundschule soll beim Land jahrelang zu hohe Schülerzahlen angegeben und sich so Lehrerstellen und Millionen Euro erschlichen haben. Der Fall sei einzigartig, sagte der Sprecher des Kultusministeriums, Stefan Löwer, in Wiesbaden.

Lesen Sie auch:

Schüler hackt Rechenzentrum Sachsen-Anhalts

Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen Untreue, sagte die Sprecherin der Behörde, Nadja Niesen, am Freitag. Laut Medienberichten soll es sich bei der Einrichtung um die Fechenheimer Freiligrathschule handeln. Sie soll Schüler weiter in der Kartei geführt haben, die auf weiterführende Schulen gewechselt seien. Die Lehrer-Schüler-Datenbank habe dies wohl deshalb nicht bemerkt, weil ausschließlich Schüler weiter geführt wurden, die nach der Grundschule auf eine Privatschule gingen und damit nicht in der Datenbank auftauchen.

Die kommissarischen Schulleiterin, der die Unstimmigkeiten im Februar aufgefallen waren, habe die Schulaufsichtsbehörde und diese das Ministerium eingeschaltet. Die Innenrevision arbeite derzeit an einem Bericht, disziplinarrechtliche Ermittlungen laufen auch.

Der Schaden soll in die Millionen gehen. Die Lehrer nennen danach in einem Brief an das Ministerium zahlreiche Wechsel in der Schulleitung als Ursache der falschen Angaben. An der Schule war wegen des Brückentages niemand zu erreichen. dpa/lhe/skk

Das könnte Sie auch interessieren: Falsche Lehrerin bekommt zwei Jahre auf Bewährung

Archivbilder

Fotos: Das ist die Schulkleidung der Ernst-Reuter-Schule

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Kommentare