Zoll Frankfurt nimmt Schmuggler hoch

Gefälschte Luxuswaren im Wert von 25 Millionen beschlagnahmt

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Massenweise Luxusprodukte entdeckte der Zoll am Frankfurter Flughafen - aber alles Plagiate. 

Frankfurt - Teure Handtaschen, knallige Shorts, Sonnenbrillen, Schuhe - die Liste der Luxusartikel, die sich beim Zoll am Frankfurter Flughafen stapeln, ist lang. Doch die Markenprodukte haben einen Haken: Sie sind alle gefälscht. Die Beamten haben so viel beschlagnahmt, wie noch nie zuvor. 

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Fast 16 Tonnen gefälschter Luxusprodukte hat der Zoll am Frankfurter Flughafen aus dem Verkehr gezogen. Es ist der umfangreichste Fund von Fälschungen an Deutschlands größtem Airport, wie der Zoll heute mitteilte. Auf dem Markt hätten die mehr als 130.500 nachgemachten Artikel einen Wert von fast 25 Millionen Euro gehabt. Die Ware steckte in Sendungen aus China. Diese sollten nach Russland und in die Ukraine gehen. 

Der Chef des Hauptzollamts Frankfurt, Albrecht Vieth, wertete den „Mega-Aufgriff" als größten Erfolg seiner Behörde im Kampf gegen international agierende Marken- und Produktpiraterie. Unter den sichergestellten Produkten fand sich fast alles, was im Sommer modisch angesagt ist: Badeanzüge, 86.500 Sonnenbrillen, 15.600 Poloshirts, Unterhosen und andere Kleidungsstücke und mehr als 9.000 Paar Schuhe. Dazu Handtaschen, Ladegeräte und Akkus für Mobiletelefone sowie gefälschte Kopfhörer. Die gefälschten Waren trugen die Labels von insgesamt 137 bekannten Mode- und Sportmarken.

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„Alles dabei, was Rang und Namen hat", sagte Vieth. Die betroffenen Firmen arbeiteten bei der Identifizierung der Waren mit. Die Vorliebe von Fälschern für hochpreisige Produkte begründete der Zoll mit der erzielbaren hohen Rendite. Den Fund machte der Zoll zwischen Ende März und Anfang Mai. Die Waren steckten in einer Serie von sieben Lieferungen mit insgesamt 42 Tonnen Fracht - die Fälschungen machten gut ein Drittel der Gesamtlieferung aus. Die Fälschungen wurden in hessischen Müllheizkraftwerken verheizt. Nach Angaben des Zolls erlaubt eine seit März geltende EU-Verordnung, nicht für die EU bestimmte Transitwaren zu kontrollieren. Zuvor sei dies nicht möglich gewesen. dpa

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