Frankfurter im Finale des Style-Awards

Designer Chung-Hsi Fu weiß, was Frauen wollen

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Chung-Hsi Fu zeigt eine finale Skizze.

Frankfurt - Seit sieben Jahren lebt Chung-Hsi Fu in Europa. Der Taiwanese hat in Paris studiert, als Banker in Frankfurt gearbeitet und geht nun seiner Passion nach: Er entwirft Mode in Fechenheim und ist Finalist des Frankfurt-Style-Awards für Design. Von Janine Drusche

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Seine Mutter ist Schneidermeisterin in Taiwan und hat viele Outfits für deutsche B-Promis entworfen, sagt der Jung-Designer Chung-Hsi Fu. Er sei mit Stoffen und Kleidern aufgewachsen: „Das Surren der Nähmaschine gehörte zu meiner Kindheit.“ Dann wird er erwachsen, der Spaß an Mode gerät in den Hintergrund, er wird Banker. Doch das befriedigt ihn nicht: „Ich wollte eine zweite Karriere“, sagt der 32-Jährige: „Also habe ich einen Nähkurs gemacht. Aber Mama sagte, ich müsse die Technik lernen.“ 

Also beginnt Fu Anfang des Jahres ein Studium am Modeinstitut in Fechenheim. „Kaum dort, fragte die Lehrerin, ob ich am Frankfurt-Style-Award teilnehmen möchte. Ich sagte ja – obwohl ich kaum Zeit für das Konzept hatte“, sagt Fu. Jetzt steht das Modell. Bei 300 Teilnehmern aus aller Welt zählt er zu den 60 Finalisten.

Fotos vom Finale 2013

Bilder vom Airport Style Award 2013

Er arbeitet nun daran, seine Skizze in ein Kleid zu verwandeln, um den internationalen Nachwuchswettbewerb für Fashion und Design zu gewinnen. Zum neunten Mal wird der Award im Herbst verliehen. „Er steht für innovative Ideen, Kreativität und macht Rhein-Main einmal jährlich zum Zentrum für Fashion und Design“, sagt Gabriele Wehle von Public Relations Partners in Kronberg, dem Veranstalter des Frankfurt-Style-Awards. 

„Bevor der Preis, ein Stipendium an einer mailändischen Modeschule, am 23. September in der Alten Oper übergeben wird, präsentieren die Künstler ihre Werke am lebenden Objekt“, freut sich Wehle. Das Motto ist „World of Contradictions“, Widersprüche, unterteilt in drei Kategorien: „Kim Kardashian versus Frida Kahlo“, „Bronx versus Boulevard“ und „Occident versus Orient“.

Asiatische Harmonie und europäische Genauigkeit

Fu tritt für das Stipendium mit einem Kleid zwischen Abend- und Morgenland an: Asien und Europa. „Europäer haben mehr Kanten, arbeiten für das Individuum, leben nach Regeln und Klarheit. Asiaten legen Wert auf Harmonie, leben gemeinschaftlich nach Yin und Yang. Es läuft runder“, sagt Fu. Die Vorderseite drücke deshalb mit einem goldenen Buddha im Kreis mit Lotusblumen asiatische Harmonie aus. Der Rock mit Jade farbenen Lotusblättern stehe für sanfte Übergänge. Die Rückseite des Kleides stellt mit einem Rock aus geschliffenen Diamanten die europäische Genauigkeit dar. Das Oberteil ziert ein goldenes Kreuz, umgeben von Engeln für das Christentum. 

„Ich habe Gold gewählt, weil es Menschen schon immer verbindet“, sagt Fu. Und noch etwas zeichnet Fus Stil aus. Er macht Mode für echte Frauen, nicht für Hungerhaken: „Man muss sich darin bewegen können“, sagt er.

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