Kohlendioxid sorgt für Feuerwehreinsatz

Alarm auf Frankfurter Baustelle: Löschanlage setzt Gas frei

+
Symbolfoto

Frankfurt - Bei Abbrucharbeiten in einem ehemaligen Lager in der Radilostraße im Frankfurter Stadtteil Rödelheim, ist am Mittwoch Kohlendioxid aus einer nicht stillgelegten Löschanlage ausgeströmt. Die Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen an. 

Lesen Sie auch:

Hochhausbrand löst Großeinsatz in Dietzenbach aus

Früher wurden in dem Gebäude Lacke und Lösungsmittel gelagert. Aus diesem Grund befand sich dort eine spezielle Löschanlage, die Brände mit Kohlendioxid bekämpft. Durch die Abbrucharbeiten wurde die nicht stillgelegte Anlage ausgelöst. Das System ist mit einer Vorwarneinrichtung in Form einer gasbetätigten Hupe ausgestattet. Diese fordert Personen dazu auf, den betroffenen Bereich schnellstmöglich zu verlassen. Nach Ablauf der Vorwarnzeit strömt das Kohlendioxid aus und löscht durch die sauerstoffverdrängende Wirkung den Brand. Da Kohlendioxid im Normalfall geruch- und geschmacklos ist, wird es aus Sicherheitsgründen mit einem Duftstoff versetzt. Deshalb war ein deutlicher Geruch nach Zitrone wahrzunehmen. 

Durch die Geräusche und das ausströmende Kohlendioxid dachten die Arbeiter an eine Explosion mit anschließendem Feuer und Rauch. Sie alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Diese rückte an und kontrollierte den Bereich. Mit Lüftern wurde das Löschgas aus dem Gebäude gedrückt. Mitglieder des Sonderdiensts Umwelt und Sicherheit der Feuerwehr führten Messungen zur Sauerstoffkonzentration durch. 

Nachdem die Lüftungsmaßnahmen beendet waren, konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden. Die Berufsfeuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort. Verletzt wurde niemand.

Lesen Sie auch: Frankfurt: Batterieblock einer Notstromanlage fängt Feuer

Großbrand eines Bauernhofs in Frankfurt-Nieder-Erlenbach

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Mehr zum Thema

Kommentare