61-Jähriger wird auf dem Weg zur Taufe verhaftet

15 Jahre nach Drogenschmuggel vor Gericht: Mann gesteht

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Vor dem Landgericht Frankfurt wird der Fall verhandelt. 

Frankfurt - Mehr als 15 Jahre nach zwei Flügen mit insgesamt 20.000 Ecstasy-Tabletten hat vor dem Frankfurter Landgericht der Prozess gegen einen 61-Jährigen begonnen. Der Angeklagte legte am Mittwoch ein umfassendes Geständnis ab.

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Sein Verteidiger ließ durchblicken, dass der Mann so schnell wie möglich wieder in seine Heimat USA wolle. Der Mann litt seinerzeit unter familiären Problemen. Anfang 2001 transportierte er dann die über Amsterdam nach Frankfurt transportierten Ecstasy-Tabletten in einer Radlerhose verstaut per Flieger nach Florida. Dort ließ er sich in der Folge nieder und heiratete.

Erst als seine Enkel aus einer früheren Ehe im Juni dieses Jahres in Rheinland-Pfalz getauft wurden, kam er wieder nach Deutschland. Am Frankfurter Flughafen wurde ihm bei der Einreise dann ein Haftbefehl von 2001 vorgehalten - statt zur Taufe ging es in Untersuchungshaft. 

Der Haftbefehl ging darauf zurück, dass einige Monate nach dem Schmuggel eine Komplizin von ihm gefasst worden war. Sie nannte in ihrem Prozess seien Namen. Das Landgericht Frankfurt wird nun voraussichtlich am Freitag entscheiden, ob eine Bewährungsstrafe wegen eines „minderschweren Falles“ verhängt wird. dpa/lhe

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Fotos: Die Verstecke der Drogen-Schmuggler

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