Volker Bouffier: „Ein Geschenk der Geschichte“

Erste Rabbinerordination seit dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt

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Rabbiner-Ordination in der Frankfurter Westend-Synagoge.

Frankfurt - Neue Lehrer für jüdische Gemeinden in Deutschland: In der Frankfurter Westend-Synagoge sind am Montag drei neue orthodoxe Rabbiner ordiniert worden.

Die Feier wenige Tage vor dem jüdischen Neujahrsfest war die erste Ordination in Frankfurt seit dem Zweiten Weltkrieg und die fünfte Ordination orthodoxer Rabbiner in Deutschland seit der Zwangsschließung des Berliner Rabbinerseminars durch die Nationalsozialisten. Die drei Rabbiner im Alter von 28 bis 34 Jahren arbeiten in Gemeinden in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete es als „unverdientes Geschenk der Geschichte“, dass nach der Schoah wieder Rabbiner in Deutschland ausgebildet würden.

Zugleich mahnte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, derzeit wehe „ein kalter, heftiger Wind durch Deutschland.“ Die AfD und andere Bewegungen am rechten Rand hetzten auf statt zu verbinden. Auch die Zahl der Islamisten und Salafisten sei gestiegen, Terroranschläge schürten Ängste, Vorurteile und Verunsicherung, auch in den jüdischen Gemeinden.

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