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Flexi-Rente: Rentner werden ganz flexibel abgezockt

Das neue Zauberwort heißt Flexi-Rente. Damit plant die Bundesregierung einen fließenderen Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand. Der Hintergrund: Rentner sollen leichter dazu verdienen können. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Ein reibungsloser Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand soll möglich sein. Doch wieder wird der Bevölkerung eine Mogelpackung untergejubelt. Denn wieder geht es darum, die Rente zu kürzen. Schließlich können sich die Alten dann noch ein bisschen dazuverdienen und es ist somit leichter verkraftbar, wenn die folgenden Regierungen die Rente Stück für Stück reduzieren.

Natürlich sind immer mehr Menschen auch noch im hohen Alter fit und möchten sich noch einbringen oder ihr Wissen weitergeben. Auch ist bekannt, dass gerade Selbstständige, die meist sowieso schon mehr als der Durchschnitt malochen, jenseits der 67 Jahre noch arbeiten wollen – weil es ihnen Spaß macht. Aber die Realität ist eine viel bittere.

Die Zahl der Menschen, die ihre Rente aufbessern, ist in zehn Jahren nicht um 35 Prozent gestiegen, weil sie noch so viel Lust am Arbeiten haben oder sich unbedingt einbringen wollen. Sie haben als Ruheständler einfach zu wenig Geld.

Die Flexi-Rente ist ein weiterer Bestandteil der Renten-Vernichtungs-Maschinerie, die seit Jahren auf Hochtouren läuft. Die Lebensarbeitszeit wurde verlängert, höhere Steuern für Rentner eingeführt oder den Akademikern die Studienzeit nicht mehr anerkannt. Jetzt sollen die Bürger dieses Landes sich eben etwas dazuverdienen, wenn später die Rente nicht mehr reicht. Das ist arglistige Täuschung. Denn die Rente ist ja gerade eine Art Versicherung für die Zeit, wenn das Einkommen wegfällt.

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