Frankfurter Verein Orplid lädt ein

FKK-Vereine treten an zur Indiaca-Meisterschaft

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Roland Miehm hat sich obenrum schon mal frei gemacht. Der Sportwart vom FKK-Verein Orplid Frankfurt trainiert für die Deutsche Indiaca-Meisterschaft.

Region Rhein-Main – Viel Toleranz und Bewegungsfreiheit ohne kneifende Textilien – auch beim Sport. Das kennzeichnet die Freunde der Freikörperkultur. Ein Frankfurter Verein richtet die Deutsche Indiaca-Meisterschaft aus und lässt Besucher hinter die Kulissen der FKK-Fans zu blicken. Von Oliver Haas.

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Nein, dass die Spieler alle nackt am Netz um Punkte kämpfen werden, ist eher unwahrscheinlich. „Aber es kann schon sein, dass der eine oder andere Spieler irgendwann alle Klamotten vom Leib reißt, wenn es zu warm wird“, sagt Gaby Schweitzer vom FKK-Verein Orplid Frankfurt lachend.

Kommendes Wochenende steigt zwischen Offenbach und Frankfurt ein Turnier der besonderen Art. Ihr Verein richtet in diesem Jahr die Deutsche Indiaca-Meisterschaft des DFKs (Deutscher Verband für Freikörperkultur) auf seinem großen Vereins- und Freizeitgelände in Neu-Isenburg aus. Indiaca ist ein Spiel, das ursprünglich von den Ureinwohnern Südamerikas erfunden wurde. Die exotische Sportart ist vor allem in FKK-Kreisen ein beliebtes Freizeitvergnügen. Gespielt wird es nach ähnlichen Regeln wie Volleyball. Die Frankfurter spielen auf ihren Plätzen jeweils mit vier Spielern gegeneinander. Ziel ist es, nach drei Berührungen, die mit roten Federn geschmückte gelbe Schaumstoffscheibe über das Netz zu schlagen.

FKK-Bademöglichkeiten in der Region

Dabei darf das Spielgerät aber nicht, wie mittlerweile beim Volleyball erlaubt, mit allen Körperteilen gespielt werden. „Erlaubt ist nur das Berühren des Balles von der Hand bis zur Armbeuge“, erklärt Schweitzer. Wenn 15 Punkte erreicht sind, ist ein Satz gewonnen. Das ganze Spiel im Sack hat gemäß „Best of Three“ die Mannschaft, die als erstes zwei Gewinnsätze für sich entscheidet. Laut Verein haben sich bereits über hundert Teilnehmer angemeldet. Auch wenn es ein Turnier unter Freikörperkultur-Fans ist, dürfe man sich natürlich nicht vorstellen, dass alle nackt spielen, sagt Schweitzer. „Die meisten werden ganz normale Trikots tragen.“ Auch beim normalen Alltag auf dem Vereinsgelände müssten die FKK-Mitglieder schließlich nicht immer nackt sein. „Außer wenn unser See benutzt wird. Das ist aus hygienischen Gründen nur textilfrei erlaubt“, sagt Schweitzer.

Beim Turnier ist jeder willkommen

Normalerweise ist das Gelände des FKK-Vereins hermetisch abgeriegelt und nur für Mitglieder mit Chipkarte zugänglich. Aber an den Turniertagen am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Mai, kann jeder vorbeikommen und die 120.000 Quadratmeter große Freizeitanlage persönlich in Augenschein nehmen. Besonders idyllisch liegt vor allem der Badesee. Auch für Kinder gibt es viele Spielmöglichkeiten.

Die Eröffnung des Turniers ist am kommenden Samstag ab 9.30 Uhr, Spielbeginn ist an beiden Tagen ab zehn Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Mehr Informationen zum Frankfurter FKK-Verein Orplid gibt es online unter www.orplid-frankfurt.de.

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