Teufelsaustreibung bei 41-Jähriger

Exorzismus-Tod in Frankfurt: Fünf Koreaner vor Gericht

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Landgericht Frankfurt.

Frankfurt - Eine Südkoreanerin ist im vergangenen Dezember bei einer Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel qualvoll umgebracht worden. Die mutmaßlichen Täter: Fünf Verwandte, darunter der Sohn des Opfers.

Sie sollen die 41-Jährige gemeinsam in einem stundenlangen Gewaltexzess getötet haben. Wegen Mordes müssen sich die Koreaner von diesem Montag an vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von dem Mordmerkmal der Grausamkeit aus. „Sämtliche Angeschuldigte nahmen ein Ersticken der Frau zumindest billigend in Kauf“, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Angeklagt sind der 16 Jahre alte Sohn der Getöteten sowie dessen 15 Jahre alter Cousin. Deshalb wird vor der Jugendstrafkammer verhandelt. Diese kann die Öffentlichkeit zum Schutz der Jungen auch teilweise ausschließen. Außerdem stehen die Cousine des Opfers (44), deren Sohn (22) und deren Tochter (19) vor Gericht.

Angeklagte sind offenbar Christen

Die Familie hielt sich am 5. Dezember 2015 gemeinsam in dem Frankfurter Hotelzimmer auf. Die 41-Jährige soll in den frühen Morgenstunden aus unbekannten Gründen angefangen haben, um sich zu schlagen, Selbstgespräche zu führen und körperlich aggressiv zu werden. Daraufhin habe sich der Rest der Familie entschieden, eine Teufelsaustreibung vorzunehmen.

Die Angeklagten sollen Christen sein - mit buddhistischen und schamanistischen Einflüssen. Schamanistische Priester opfern bei ihren Riten den Geistern und rufen sie an, auf die Geschicke der Menschen einzuwirken. Welcher Kirche oder Sekte sie angehören, konnten die Ermittler zunächst nicht herausfinden.

Familie wollte hier ein Geschäft aufbauen

Die Familie war den Ermittlungen zufolge erst rund sechs Wochen vor der Tat nach Frankfurt gekommen, um ein Export-/Import-Geschäft aufzubauen. Sie hatten ein Haus in Sulzbach gemietet. In das Hotel sollen sie gezogen sein, weil einige Familienmitglieder befürchteten, dass sich in dem Haus Dämonen aufhielten.

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