Elektroboot bringt 32-Jährigen in Lebensgefahr

Beinahe ertrunken: Polizist rettet Mann aus dem Main

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Symbolbild

Frankfurt - Während Fußballbegeisterte am Sonntagabend die Spielbegegnung Türkei gegen Kroatien feierten und per Autokorso durch die City zogen, kämpfte ein Mann aus Offenbach im Main ums Überleben.

Rettungsschwimmer Marcus Molter rettete einen 32-Jährigen aus dem Main.

Der 23-jährige Mann steuerte gegen 20.15 Uhr sein ferngelenktes Elektroboot im Main. In Höhe der Carl-Ulrich-Brücke war das Schiff aber plötzlich aus seiner Kontrolle geraten, sodass er sich entschloss, sein Gefährt eigenhändig aus dem Gewässer zu holen. Der Mann begab sich in den Fluss und schwamm zu seinem herrenlosen Boot. Allerdings verließen ihn offensichtlich nach geraumer Zeit die Kräfte. 

Diese lebensbedrohliche Situation erkannten zahlreiche am Uferrand stehende Passanten und machten eine Polizeistreife, die sich in der Nähe befand, auf die prekäre Lage aufmerksam. Die beiden Beamten zögerten nicht lange und schritten sofort zur Tat, um den Bootsführer aus der akuten Lebensgefahr zu retten.

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Polizeikommissar Marcus Molter vom zweiten Polizeirevier legte seine Schutzweste und seinen Einsatzgürtel ab und sprang vom Ufer aus in den Main. Der 30-jährige Beamte, der in seiner Freizeit auch Rettungsschwimmer ist, erreichte recht bald den erschöpften Offenbacher. Der mutige Polizist umklammerte schließlich den Hilflosen und brachte ihn samt dem ferngesteuerten Elektroboot ans Ufer. 

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Hier warteten schon Rettungskräfte, die sich dann um den Offenbacher kümmerten. Marcus Molter berichtete: „Für mich war die Menschenrettung wichtiger, als nur zuzusehen und Handyaufnahmen zu machen. Dass ich mich selbst dabei in Gefahr gebracht habe, war mir schon bewusst. Zumal unmittelbar danach ein Binnenschiff die Fahrrinne passierte." Eine Uniform sei leicht zu ersetzen, ein Menschenleben aber nicht. red

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