Stichtag ist am 31. Mai

Diese Fehler bei der Steuererklärung kosten viel Geld

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Die Steuererklärung ist für viele ein Graus.

Region Rhein-Main - Steuererklärung. Allein das Wort lässt viele zusammenzucken. Aber es nützt nix: Bis zum 31. Mai sollte sie erledigt sein. Ein Steuerexperte verriet dem EXTRA TIPP, worauf besonders geachtet werden sollte und was immer wieder falsch gemacht wird. Von Oliver Haas

Der erste und häufigste Fehler beim Thema Steuererklärung ist eigentlich simpel, aber wird immer wieder gemacht und kann viel Geld kosten:

Fehler 1: Steuererklärung erst gar nicht machen „Nur allzu verständlich ist es, wenn sich Steuerpflichtige drücken. „Weil Arbeitnehmer meist nicht verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, gehen sie oft der Mühe aus dem Weg“, sagt Armin Heßler, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit des Steuerberatungsverbandes Hessen. Dabei würden diese Leute bares Geld verlieren. „Im Durchschnitt erstattet das Finanzamt mehr als 500 Euro pro eingereichter Steuererklärung.“

2. Fehler: Keinen Einspruch einlegen „Der Steuerbescheid ist hässlich und schwer verständlich.“ Wenn die Erstattung dann zwar kleiner ausfalle als erwartet, seien viele froh, überhaupt etwas zu bekommen. „Tatsächlich sind jedoch viele Steuerbescheide falsch. Genaues Hinsehen lohnt sich. Für einen Einspruch bleibt aber nur ein Monat. Ist dieser verstrichen, gibt es keine Möglichkeit mehr, an das zu Unrecht nicht ausgezahlte Geld zu gelangen“, sagt Heßler.

3. Fehler: Kosten nicht geltend machen „Nicht jeder kann alles absetzen. Denken Sie nach, was Sie alles benutzen, um Ihre Einkünfte zu erzielen“, rät Heßler. Darunter fällt etwa, ob man einen privaten Computer für die berufliche Vorbereitung benutzt. „Sie können bis zu 50 Prozent der Kosten geltend machen, wenn Ihr Arbeitgeber die Notwendigkeit bescheinigt.“

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Auch wer einer steuerpflichtigen Nebentätigkeit nachgeht, sollte nicht versäumen, die Kosten eines Arbeitszimmers steuerlich abzusetzen. Und wer typische Arbeitskleidung trägt, der könne die aufgewendeten Reinigungskosten steuermindernd angeben. Aber auch außerhalb der beruflichen Tätigkeit können laut Heßler folgende entstandene Aufwendungen Steuern sparen helfen: Spenden, Haushaltshilfe oder Handwerkerkosten.

4. Fehler: Keine Steuererklärung bei Verlusten „Gerade bei Neugründungen werden anfänglich Verluste erzielt. Diese können vor- oder zurückgetragen werden und entsprechend die Steuer des Vorjahres oder der Folgejahre vermindern“, sagt Heßler.

Verluste aus einer Nebentätigkeit könnten mit den Arbeitnehmereinkünften verrechnet werden. „Wichtig dabei ist, dass die Verluste nicht auf Dauer bestehen. Das Finanzamt verlangt bei Nebentätigkeiten eine Gewinnerzielungsabsicht“, warnt Heßler.

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