Das war los

Diebe beim CSD+++Abzocke im Pflegeheim

Frankfurt/Neu-Isenburg/Hofheim - Der Putschversuch in der Türkei hinterließ am Wochenende seine Spur auch in Frankfurt: 1500 Menschen demonstrierten vor dem Konsulat. Und Wut auf einen Makler hatten offenbar Randalierer und sorgten für 15.000 Schaden. Das und mehr war los am Wochenende.

Nach Putschversuch demonstrieren 1500 Menschen vor Konsulat

Frankfurt - Vor dem türkischen Generalkonsulat in Frankfurt haben in der Nacht zum Samstag bis zu 1500 Menschen gegen den Putschversuch in der Türkei demonstriert. Sie seien weitgehend friedlich und nicht aggressiv gewesen, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei am Samstag. Lediglich eine kleine Gruppe sei am Rande der Versammlung in der Kennedyallee kurzfristig aneinander geraten und schnell von der Polizei beruhigt worden. Offenbar sei die Zusammenkunft Teil einer bundesweit geplanten Aktion gewesen, da es auch in anderen deutschen Städten Versammlungen gegeben habe.

Kurz nach Mitternacht hätten sich die ersten Putsch-Gegner vor dem Konsulat versammelt, die Zahl sei dann rasch angestiegen, sagte der Sprecher weiter. Die Aktion habe bis etwa 3.00 Uhr gedauert, dann hätten sich die Teilnehmer wieder entfernt. Die Kennedyallee sei für mehrere Stunden gesperrt worden. Auch in Kassel gab es nach Angaben der Polizei eine Kundgebung, an der sich etwa 60 Menschen beteiligten. 

Zivilfahnder schnappen Taschendiebe beim CSD

Frankfurt - Zwei mutmaßliche Taschendiebe sind Zivilfahndern der Frankfurter Polizei während des Christopher-Street-Days ins Netz gegangen. In der Nacht zum Sonntag gegen 01.00 Uhr suchten die beiden 19 und 20 Jahre alten Marokkaner auf dem Plateau der Konstablerwache ausgerechnet die Nähe von den Polizeibeamten. Beim Versuch in eine von deren Umhängetaschen zu greifen erfolgte umgehend die vorläufige Festnahme. Beide sind schon mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten und kamen erst vor wenigen Wochen jeweils aus der Untersuchungshaft. Sie sind nach wie vor ohne festen Wohnsitz und werden heute erneut dem Haftrichter vorgeführt.

Fotos von der CSD-Demo in Frankfurt: „Liebe gegen Rechts“

Frankfurter S-Bahn-Tunnel für sechs Wochen dicht

Frankfurt - Bahnreisende und -pendler im Rhein-Main-Gebiet müssen seit Samstag wieder eine Extraportion Geduld mitbringen: In der Nacht ist der Frankfurter S-Bahn-Tunnel wegen Bauarbeiten geschlossen worden. Wie schon in den vorigen Oster- und Sommerferiengeht im Tunnel unter der Frankfurter Innenstadt für sechs Wochen nichts mehr. Wer mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch die Stadt kommen will, muss auf U- und Straßenbahnen sowie Busse ausweichen. Die Sperrung endet am 26. August um 3.30 Uhr.

In dieser Zeit werden nach Angaben der Deutschen Bahn rund um die Uhr Arbeiten für ein neues elektronisches Stellwerk und der Infrastruktur des Tunnels ausgeführt. In den unterirdischen Stationen seien außerdem „umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen“ geplant. Mit den Bauarbeiten sei nach der Sperrung in der Nacht planmäßig begonnen worden, sagte eine Bahn-Sprecherin am Samstag in Berlin.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ haben für die Dauer der Tunnelarbeiten das Angebot im Nahverkehr ausgebaut. Es gebe eine merkliche Verstärkung im U- und Straßenbahnverkehr sowie auf einzelnen Strecken einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. U-Bahnen fahren demzufolge teilweise häufiger und mit mehr Wagen als gewöhnlich.

Unbekannte lassen Wut aus an Maklerbüro: 15.000 Euro Schaden

Frankfurt - In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte mehrere Scheiben eines Maklerbüros in der Eschersheimer Landstraße zerstört. Gegen 03.00 Uhr meldete ein Zeuge die zerstörten Schaufenster nahe der U-Bahnstation "Am Lindenbaum", die offenbar mit Wackersteinen eingeworfen wurden. Darüber hinaus beschmierten die Täter die Hausfassade mit einem Graffiti. Der Sachschaden liegt bei etwa 15.000 Euro.

Taschendiebe wollen Polizisten beklauen

Frankfurt- Das falsche Opfer ausgesucht: Ausgerechnet zwei Polizisten wollten zwei Männer in der Nacht auf Sonntag während des Christopher-Street-Days in Frankfurt beklauen. Nach Angaben der Polizei hatten die 19 und 20 Jahre alten Männer versucht, in die Umhängetaschen der zivil gekleideten Beamten zu greifen. Keine gute Idee: die Polizisten nahmen die mutmaßlichen Täter umgehend fest. Die Männer sind bereits polizeibekannt und erst vor wenigen Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sie werden nun erneut dem Haftrichter vorgeführt.

Mülltonnen brennen in Bornheim: 10.000 Euro Schaden

Frankfurt - Sachschaden von rund 10.000 Euro hat der Brand mehrerer Mülltonnen an einem Eckhaus Heidestraße und Eichwaldstraße verursacht. Die in einem Unterstand stehenden brennenden Behälter bemerkten Anwohner in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 04.30 Uhr und verständigten sofort die Feuerwehr. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindert werden. Dennoch brannten vier Mülltonnen fast vollständig nieder. Ferner wurden der Außenputz des Gebäudes sowie ein geparkter Pkw in Mitleidenschaft gezogen. Höchstwahrscheinlich ist das Feuer laut Polizei auf Brandstiftung zurückzuführen.

Trickdiebstahl im Altenwohnheim

Hofheim - Eine 90-jährige Bewohnerin im Altenwohnheim Liederbach an den Hofgärten wurde am Samstagabend gegen 19:15 Uhr Opfer von Trickbetrügern. Laut Zeugenaussage gelang ein Pärchen mit Kind unter einem Vorwand in das Zimmer der Geschädigten. Sie entwendeten Schmuck in noch unbekannten Wert aus dem Zimmer der Heimbewohnerin. Zu dem Diebesgut können noch keine näheren Angaben gemacht werden. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Hofheim unter Telefonnummer 06192/2079-0 

Handtaschen-Räuber scheitert in Neu-Isenburg

Neu-Isenburg - Am gestrigen Samstag versuchte ein Unbekannter einer 52 Jahre alten Dame ihre Handtasche zu entreißen. Dabei erlitt die Isenburgerin leichte Verletzungen. Der junge Mann konnte trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen unerkannt entkommen. Die 52-Jährige ging laut Polizei gegen 13.10 Uhr in einen Hinterhof in der Bahnhofstraße, um dort Gegenstände ihres Verkaufsraumes zu lagern. Dort wurde sie von einem bislang unbekannten Täter von hinten angegriffen. Dieser versuchte ihr den Geldbeutel, der sich in ihrer Tasche befand, zu entreißen. Die Dame wehrte sich gegen den Angriff, worauf der etwa 30-jährige Täter ihr einen Gegenstand auf den Kopf schlug. Der potenzielle Räuber flüchtete im Anschluss ohne die ausgemachte Beute; die Dame erlitt eine Kopfplatzwunde. Von dem Räuber liegt folgende Personenbeschreibung vor: Etwa 30 Jahre, zirka 1,70 Meter groß, kräftige Gestalt, Vollbart, dunkle kurze Haare, vermutlich Schwarzafrikaner. Er war zur Tatzeit bekleidet mit einer schwarzen Hose, einem jeansblauem T-Shirt und grünen Turnschuhen. Die Polizei sucht nach Zeugen und erbittet Hinweise unter der Rufnummer 069 8098-1234.

red/dpa 

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