Kommentar

Die reine Jagd nach guten Noten darf nicht Schule machen

Am Montag geht wieder die Schule los und damit die Qualen für viele Schüler. Dazu kommen ständige Diskussionen über das richtige Schulsystem und eine wachsende Zahl überforderter Lehrer. Auch deswegen, weil sich Schüler schneller verändern als eben die Schule an sich. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Alles das hat seine Berechtigung. Lernunwillige Schüler, Veränderungen am Schulsystem und zusätzliche sowie besser ausgebildete Lehrer. Und wenn dann über diese Themen hitzig diskutiert wird, hilft es vielleicht, sich dem Thema Schulbildung mal ganz anders zu nähern. Nämlich auf die Weise, dass es gar nicht entscheidend ist, welchen Notendurchschnitt ein Schüler hat, sondern das er sich gewisse Fähigkeiten aneignet. Doch in Deutschland herrscht noch immer der Irrglaube, dass man nur mit einem guten Abi einen gut dotierten Job findet. Das ist Blödsinn. 

In Unternehmen setzen sich diejenigen durch, die gelernt haben, etwas zu bewegen. Mehr noch: Wer nur sein Schulleben nach guten Noten auslegt, läuft Gefahr, etwas von seiner Mündigkeit und Eigenständigkeit zu verlieren. Und solche Leute suchen Firmen heutzutage nicht. Wer Visionen entwickelt, hat zuvor gelernt, bereits Gesichertes in Frage zu stellen. Das sind die Leute, die in einem Land, dass als einzige Ressource seine Bildung hat, den langfristigen Wohlstand sichern.

Niemand ist besser, weil er in einem Fach eine eins hat. Und niemand ist schlechter, weil er in dem gleichen Fach nur eine drei hat. Gut ist nur jemand, der gelernt hat, immer zu lernen und mit Lust und Laune bereit ist, stetig an sich zu arbeiten und sein Potenzial auszuschöpfen.

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