Bis zu zehn Stunden im Qualm

Croupier kämpft für rauchfreien Arbeitsplatz im Spielkasino

Bad Homburg/Erfurt - Mit der Forderung eines hessischen Spielbank-Beschäftigten nach einem rauchfreien Arbeitsplatz beschäftigt sich heute das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Geklagt hat ein Croupier, der in einem Spielkasino in Bad Homburg arbeitet.

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Dort gibt es seit 2008 getrennte Räume mit Spieltischen für Raucher und Nichtraucher. Die Croupiers müssen innerhalb eines sechstägigen Dienstplanblocks in der Regel sechs bis zehn Stunden im Raucherraum arbeiten - es sei denn, sie legen ein ärztliches Attest vor.

Nach dem Nichtraucherschutzgesetz des Landes sind in Hessen Spielbanken vom Rauchverbot ausgenommen. Der Angestellte, der sich auf die Bundesarbeitsstättenverordnung beruft, war in den Vorinstanzen mit seiner Klage gescheitert. Dem Bundesarbeitsgericht liegt der Fall zur Revision vor. 2009 hatte das höchste deutsche Arbeitsgericht in einem ähnlichen Fall einem Croupier aus Berlin Recht gegeben. Klagen auf rauchfreie Arbeitsplätze sind an deutschen Arbeitsgerichten eher selten. dpa/lhe

Rauchen am Arbeitsplatz: Das sind Ihre Rechte

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