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Lehre aus dem Brexit: Der Bürger muss ins Zentrum

Die Briten sind raus. Zumindest bald. Jetzt machen die restlichen 27 EU-Mitgliedschaften weiter wie bisher. Dabei ist das Briten-Referendum ein Weckruf. Es geht nicht darum, Beziehungen der EU-Staaten noch enger zu gestalten oder mehr Staaten aufzunehmen. Ein Kommentar von Axel Grysczyk.

Es geht darum, die EU besser und das heißt vor allem bürgernaher zu machen. Viele EU-Regelungen sind für den Normalbürger nicht mehr nachzuvollziehen. Dazu kommt die Angst den kleinen Wohlstand, das Erreichte zu verlieren. Statt Migration zu regeln, indem es eben auch Beschränkungen gibt, ist Armutszuwanderung in die EU uneingeschränkt möglich. Die Antwort auf dieses Problem aus Brüssel: Fehlanzeige!

Es fehlt den Bürgern an Vertrauen, dass die Bürokratie-Monster aus Brüssel, die wirklichkeitsferne Bestimmungen und Verordnungen erlassen, die Probleme unserer Zeit lösen. Aber genau an neuen Lösungen muss die EU gezielt arbeiten. Ob die Briten dabei sind oder nicht, die Schotten dazu kommen oder nicht oder die Iren sich wiedervereinigen – die EU muss weniger Bürokratie wagen und den Bürger wieder in den Mittelpunkt stellen.

Der Bürger hat nicht mehr das Gefühl, dass seine Interessen von den aktuellen Politikern vertreten werden. Das wurde gerade bei dem Drama um die (immer wiederkehrende) Griechenland-Rettung deutlich. Dazu kommt, dass die aktuellen wirtschaftlichen Probleme komplexer und immer schwerer zu verstehen sind. Und: Dass wir eine Kanzlerin haben, die gerne abwartet.

Auch wenn’s anstrengend ist: Politik ist für den Bürger. Er muss verstehen und sich verstanden fühlen. Wer das beherzigt, macht am meisten für Europa.

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