39-Jähriger legt Berufung ein

Bombendrohung bei Schröder-Party: Prozess neu aufgerollt

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Gerhard Schröder hatte sich seine Feier wohl anders vorgestellt. 

Frankfurt - Polizei statt Party: Die Feier zum 70. Geburtstag von Altbundeskanzler Gerhard Schröder endete im Mai 2014, kaum dass sie angefangen hatte. Nach einer Bombendrohung wurde das Gelände geräumt. Der Fall beschäftigt auch weiterhin die Gerichte. Der im März Verurteilte Täter geht in Berufung. 

Der Fall wird neu aufgerollt. Wie das Landgericht Frankfurt am Dienstag mitteilte, geht der vom Amtsgericht Königstein zu einem Jahr Haft ohne Bewährung Verurteilte gegen die Entscheidung vor. Die kleine Strafkammer wird sich voraussichtlich aber erst im Oktober mit dem Fall befassen.

Mitten in die nachträgliche Geburtstagsfeier Schröders im Kronberger Schlosshotel war im Mai 2014 der Anruf geplatzt: „Ich habe Bombe gelegt. In einer Stunde. Tschüss.“ Das Hotel wurde geräumt - die Feier später in einem benachbarten Hotel fortgesetzt. Einige Tage später erhielt das Schlosshotel eine E-Mail mit Namen und Adresse des Anrufers. Vor Gericht bestritt der 39-jährige Berliner, den Anruf abgesetzt zu haben. Weil er aber den Standort der Berliner Telefonzelle wusste, von der aus angerufen wurde, sah ihn das Gericht als überführt an.

Mit seiner Berufung wehrt sich der Mann nun gegen den drohenden Haftaufenthalt. Das Amtsgericht hatte seinerzeit die Zukunftsprognose des 18 Mal vorbestraften Mannes als ungünstig angesehen und ihm die Strafaussetzung zur Bewährung deshalb verweigert. dpa/lhe

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