Ausschreitungen in Frankfurt

Italienischer Blockupy-Aktivist nach EZB-Krawallen verurteilt

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Vor der Kulisse der neuen Europäischen Zentralbank brachen im März 2015 schwere Krawalle aus. 

Frankfurt - Wegen seiner Beteiligung an den schweren Krawallen zur Einweihung der Europäischen Zentralbank im März 2015 ist ein 26 Jahre alter Mann aus Italien in Frankfurt schuldig gesprochen worden. Am Amtsgericht wurde das Urteil am Donnerstag verkündet. 

Der Mann erhielt eine Bewährungsstrafe von acht Monaten. Das Amtsgericht ging nach einer umfangreichen Beweisaufnahme von schwerem Landfriedensbruch aus und setzte darüber hinaus 800 Euro Geldbuße als Bewährungsauflage fest.

In dem Prozess hatten mehrere Polizeibeamte als Zeugen ausgesagt, außerdem wurde eine Videoaufzeichnung angesehen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in der Innenstadt mehrere Steine geworfen hatte. Er soll aber keines der in der Nähe stehenden Polizeifahrzeuge getroffen haben. In der Verhandlung hatte er die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft pauschal bestritten, ansonsten aber keine Angaben gemacht. Nach der Tat war er wieder in seine italienische Heimat zurückgekehrt, wo er zu dem Frankfurter Gerichtstermin geladen wurde. Begleitet wurde die Verhandlung von einer Gruppe von rund 25 Blockupy-Unterstützern.

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Nach Angaben der Anklagevertreterin sind die Strafverfahren um die schweren Krawalle vom März 2015 weitgehend erledigt. Nur „eines bis zwei Verfahren“ seien derzeit bei der politischen Abteilung der Staatsanwaltschaft noch anhängig. dpa/lhe

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