Strafverfahren eingestellt

Bei Blockupy-Demo Kamera beschädigt: Polizist muss zahlen

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Symbolbild

Frankfurt - Ein Videojournalist hat Anspruch auf Schadenersatz, weil ihm ein Polizist bei einer Blockupy-Demonstration im Juni 2013 in der Frankfurter Innenstadt eine Videokamera beschädigt hatte.

Der heute 26 Jahre alte Polizeimeister aus Chemnitz muss dem Kläger aus Erfurt deswegen 2000 Euro zahlen. Im Gegenzug stellte das Amtsgericht Frankfurt am Mittwoch das Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein.

Der als Bereitschaftspolizist in der Nähe des Kessels am Frankfurter Schauspiel eingesetzte Beamte hatte bei seinem Einsatz das Mikrophon der Kamera abgerissen - es entstand dadurch ein Schaden von rund 1.800 Euro. Wegen des offenen Strafverfahrens blieb der Polizist daraufhin von Beförderungen ausgenommen. Gericht und Staatsanwaltschaft nahmen dies zum Anlass, um von dem ursprünglichen Strafbefehl über 3.000 Euro Geldstrafe abzurücken und das Verfahren einzustellen. Der Beamte hatte vor Gericht erklärt, die Kamera nicht absichtlich beschädigt zu haben. dpa/lhe

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