19-jähriger verurteilt

Bewährung nach Messerattacke wegen „bösem Blick“

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Symbolfoto

Frankfurt - Nach einer Messerattacke wegen eines angeblich „bösen Blicks“ ist ein 19-jähriger in Frankfurt zu 23 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht ging am Mittwoch im Urteil nicht mehr von einem versuchten Tötungsdelikt, sondern von gefährlicher Körperverletzung aus.

Der 19-jährige war mit den beiden ihm nicht bekannten Männern im November vergangenen Jahres aneinandergeraten. Nachdem er von einem der Männer ins Gesicht geschlagen worden war, holte er aus einer nahen Pizzeria ein Messer und verletzte beide damit erheblich.

Vor Gericht erklärte der Mann, er habe die Männer zwar verletzen, aber nicht töten wollen. Nach einem medizinischen Gutachten hätte der Mann auch tiefere Stichwunden setzen können. So aber habe er den Kontrahenten lediglich Schnittwunden zugefügt, was auf den fehlenden Tötungsvorsatz schließen lasse. Auch die Staatsanwaltschaft war deshalb vom ursprünglich angenommenen Totschlagsversuch abgerückt. dpa/lhe

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