Kommentar

Ausreden: Parteien rechnen sich Mitgliederschwund schön

Die Parteien machen zu wenig für die Werbung jüngerere Mitglieder. Wer nach Gründen für den Parteien-Mitgliederschwund fragt, erhält oft die gleiche Ausrede: „Der demografische Wandel ist schuld.“ Ein Kommentar von Oliver Haas

Nehmt doch die bittere Wahrheit hin und handelt! Eure Mitglieder sterben weg und es kommen weniger Jüngere nach. Aber wenn nun bei der Analyse beschönigend von „Netto-Zahlen“ gesprochen wird, also bei den Ein- und Austritten die Todesfälle nicht mitgezählt werden, machen es sich die Volksvertreter zu einfach. Fakt ist: Bei der Mitgliederwerbung für Jüngere wurden und werden Fehler gemacht. Wer glaubt, dass Mitgliederwerbung hauptsächlich in der Zeit des Wahlkampfes sinnvoll ist, der unterschätzt die Intelligenz der Zielgruppe. Auch außerhalb des Stimmenfangs müssen Jüngere fürs Parteibuch begeistert werden. Nur so funktioniert politische Teilhabe auch in Zukunft.

Lesen Sie dazu auch: SPD laufen Mitglieder in allen Bundesländern davon

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Kommentare