Mutmaßlicher Islamist vor Gericht

Nach Radrennen-Absage: Prozess gegen Bombenbauer geht weiter

Frankfurt - Nur wenige Stunden vor dem Start wurde das „Radrennen Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ im vergangenen Jahr abgesagt - wegen Terrorgefahr. Ein 36-Jähriger soll einen Anschlag geplant haben. Nun steht er wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor Gericht.

Die Ermittler hatten kurz vor der Absage des Rennens eine mit Nägeln gespickte Rohrbombe im Keller des Verdächtigen gefunden. Ob der 36-Jährige tatsächlich einen Anschlag auf das Radrennen plante, ist ein Jahr später noch immer nicht sicher. Er muss sich seit Ende Januar vor dem Landgericht verantworten. Mit einem Urteil der Staatsschutzkammer wird Mitte Juni gerechnet. Der Angeklagte schweigt bislang und wird psychiatrisch begutachtet.

An diesem Sonntag startet der Radklassiker zum 55. Mal. Start ist in Eschborn, das Ziel liegt in Frankfurt an der Alten Oper. Mit Verkehrsbehinderungen muss gerechnet werden. Besonders spannend aus sportlicher Sicht: Lokalmatador und Klassikerspezialist John Degenkolb kehrt 99 Tage nach einem schweren Trainingsunfall wieder ins Renngeschehen zurück. dpa/lhe

Landeskriminalamt: Radrennen nach Bombenfund abgesagt

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Rubriklistenbild: © dpa

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