Diese Spendenmöglichkeiten gibt es

Mit dem eigenen Blut 1000 Euro verdienen

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Die meisten Menschen spenden unentgeltlich Blut, weil sie helfen wollen. Es geht aber auch anders.

Region Rhein-Main - Blutspender bekommen kleine Aufwandsentschädigungen, oft nur Präsente. Geld verdienen kann man so nicht. Das ist gut so, denn die Spende soll schließlich aus Nächstenliebe erfolgen. Aber es gibt auch Wege, den roten Saft etwas lukrativer abzugeben. Von Oliver Haas

Wer zwischen 18 und 68 Jahren alt ist, darf Blut spenden. Die meisten spenden beim Deutschen Roten Kreuz. Dafür gibt´s kein Geld. Denn die Spende sollte aus dem Willen, Gutes zu tun, geschehen. Andere Spendendienste zahlen zwar kleine Aufwandsentschädigungen zwischen zehn und 20 Euro. Aber weil Männer sechsmal im Jahr und Frauen sogar nur viermal im Jahr spenden können, bleibt´s bei der Samariter-Geste ohne wirklichen Zuwachs im Geldbeutel.

Anders ist es bei der sogenannten Blutplasma-Spende. Im CSL-Plasma-Center in Frankfurt kann sehr regelmäßig gespendet werden. Wie viel Geld jemand bekommt, hängt unter anderem vom Gewicht ab: Wer unter 60 Kilo ist, bekommt 18 Euro, wer mehr wiegt erhält um die 25 Euro. Dazu kommen auch weitere Zahlungen durch Bonus-Aktionen. Bis zu 45 Mal in Jahr können 18- bis 59-Jährige sich dort Blutplasma abnehmen lassen. Pro Jahr sind so bis zu 1000 Euro drin. Weitere Infos auch auf der Homepage von CSL Plasma  www.plasma-spenden.de

Plasmaspende sogar schonender als Blutspende

Das Blutplasma ist eine gelbe Flüssigkeit und besteht fast nur aus Wasser. Plasmapräparate brauchen vor allem Menschen mit Blutgerinnungsstörungen. Durch ein defektes Gen produziert ihr Körper keine oder nicht genügend Gerinnungsfaktoren. So können schon kleine Verletzungen dazu führen, dass sie große Mengen an Blut verlieren oder sogar sterben. Medikamente aus Plasma helfen ihnen, Blutungen zu stoppen. Allein in Deutschland sind etwa 5000 Menschen von dieser Krankheit betroffen und bereits ein krankes Kind benötigt bis zu 100 Spenden im Monat. Im Gegensatz zur Blutspende, bei der das gesamte Blut gespendet wird, ist das Verfahren bei der Plasmaspende sehr viel schonender für den Spender. Denn dabei wird nur das Blutplasma herausgefiltert und die festen Blutbestandteile kommen wieder zurück in den Körper. Allerdings dauert das Ganze zwischen 45 Minuten und einer Stunde. Vor allem Sportler sollten nach der Spende darauf achten, dass sie viel Eiweiß essen, da dies dem Körper durch den Vorgang entzogen wird. 50 Euro für Thrombozyten

Eine weitere Alternative ist die Spende von sogenannten Thrombozyten. Dies ist etwa möglich beim Frankfurter Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie. Thrombozyten sind Blutplättchen. Diese brauchen besonders Krebspatienten, bei denen durch die Chemotherapie die Blutplättchen zerstört sind und somit die Wundheilung nicht mehr richtig funktioniert. Ähnlich wie bei der Plasmaspende wird nur ein Teil des Blutes entnommen. Allerdings müssen dafür bis zu zwei Stunden eingeplant werden. Rund 50 Euro Aufwandsentschädigung gibt´s. Alle zwei Wochen ist eine Spende möglich. Aber da die Thrombozyten nur vier Tage haltbar sind, ist eine Spende „auf Vorrat“ nicht möglich und sie erfolgt in der Regel für einen ganz bestimmten Patienten.

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