Musik-Zwangsabgabe für Clubs steigt: Werden jetzt die Getränke teurer?

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    • 29.04.12
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Musik-Zwangsabgabe für Clubs steigt: Werden jetzt die Getränke teurer?

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Region Rhein-Main – Den Club-Betreibern drohen ab Januar 2013 enorme Mehrkosten. Denn die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, hat ihre Preise deutlich erhöht. Wie die Clubs die Kosten ausgleichen wollen, ist noch unklar. Von Silke Gottaut

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Jede Menge junge Leute, die gut gelaunt bei lauter Musik am Feiern sind.

„Die neue Regelung ist ein Skandal,“ sagt Stephan Müller vom King Kamehameha Club in Frankfurt: „Weil die Gema durch zu wenig verkaufte CDs Geldeinnahmen verliert, sollen die Clubs jetzt dafür zahlen." Wie das King Kamehameha ab dem neuen Jahr die Mehrkosten ausgleichen wird, ist noch nicht geklärt. Denn darüber hat der Club sich bis jetzt noch keine Gedanken gemacht. Schließlich ist die neue Regelung erst vor wenigen Tagen beschlossen worden.

Die Tarife der Gema sollen vereinfacht und übersichtlicher werden. Aus aktuell elf Tarifen gibt es dann nur noch zwei. „Innerhalb dieser neuen Tarife werden die Vergütungen an der wirtschaftlichen Größe der Veranstaltungen linear ausgerichtet“, erklärt Gema-Pressesprecher Franco Walther: „Außerdem hat Deutschland im Vergleich zu Europa bis jetzt zu wenig an Vergütungsgebühren bezahlt.“

Die kleinen Veranstaltungen sollen dadurch entlastet werden, während die größeren Clubs tiefer in die Tasche greifen müssen. Denn die neue Regelung bezieht sich zukünftig nur noch auf zwei Größen. Einmal auf die Größe der Veranstaltung und auf die der Eintrittspreise. „Dass Clubs eventuell schließen müssen, liegt nicht in unserem Interesse“, sagt Walther. „Doch in einem Club ist die Musik eben das Entscheidende.“

Ein Club, der zum Beispiel 15 Euro Eintritt verlangt und bis zu 200 Quadratmeter groß ist, muss ab dem neuen Jahr 45 Prozent mehr Gema-Gebühren zahlen.

Der King Kamehameha Club besteht aus zwei Räumen und ist etwa 300 Quadratmeter groß. Zehn Euro kostet der Eintritt, also würde der Club auf jeden Fall einige tausend Euro mehr bezahlen.

Die Eintrittspreise zu erhöhen, würde keinen Sinn machen, da die Vergütungen an die Gema linear verlaufen. Das heißt, je höher der Eintrittspreis, je höher die Gema-Gebühren. „Wir können auch keinen Eintritt verlangen, aber dafür zehn Euro für die Garderobe“, sagt Müller. Aber das möchte er seinen Gästen nicht antun, weil es auf Unverständnis treffen würde. Denn keiner möchte für die Garderobe so viel Geld ausgeben.

Auch Walter sieht nur die Möglichkeit, die Preise in der Gastronomie zu erhöhen, um den Verlust auszugleichen. Andere Clubs aus Frankfurt wollten sich zu diesem Thema noch nicht äußern.

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