Ayleen Jelinek ist schwer krank und hofft auf Spenden aus der Öffentlichkeit

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    • 22.04.12
    • RheinMain
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Knochenkrebs: Zwölfjährige kämpft um ihr Leben

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Dieburg – Alles begann mit Schmerzen im Knie. Die zwölfjähirge Ayleen Jelinek bemerkte sie im Herbst 2010. Auch einem Trainer des Dieburger Turnvereins fiel auf, dass das Mädchen beim Bodenturnen mit körperlichen Beschwerden kämpfte. Im November 2010 die erschütternde Diagnose: Sie hat Knochenkrebs. Von Jens Dörr

© jd

Ayleen Jelinek, mit ihrer Mutter Tanja und ihrem achtjährigen Bruder Tim, kämpft gegen den Knochenkrebs. Die monatlichen Behandlungskosten von 4000 Euro übernimmt die Krankenkasse nicht.

Nach mehreren Operationen und gescheiterten Chemotherapien erklärten die Ärzte sie im Januar dieses Jahres für unheilbar krank. Wenig später macht ein neues Behandlungskonzept in Zusammenarbeit zwischen der Uniklinik Frankfurt und einem Heilpraktiker aus Dreieich wieder Hoffnung. Der Haken: Monatlich entstehen 4000 Euro Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse von Ayleen und ihrer alleinerziehender Mutter Tanja Jelinek nicht übernimmt. Zu den Sorgen um das Leben des Kinds kommen nun auch noch finanzielle. Kurt Endreß, Ayleens Onkel, hat mit Familie und Freunden des Mädchens die private Spendeninitiative „Hilfe für Ayleen“ - unter der treuhänderischen Schirmherrschaft des Fördervereins des Groß-Umstädter Lions-Clubs - ins Leben gerufen. Die Initiative kämpft dafür, dass die Jelineks die teure letzte Heilungschance weiter bezahlen können.

Trotz allem sind Pferde immer noch Ayleens Leidenschaft. „Das Reiten gibt ihr viel“, sagt Mutter Tanja Jelinek. Zweimal pro Woche sitzt die Zwölfjährige in Modautal im Sattel, dort darf sie kostenlos mit den Pferden zusammen sein. Wesentlich häufiger ist Ayleen beim Heilpraktiker und in der Klinik zu finden. Das vergangene Jahr hat sie zur Hälfte im Krankenhaus verbracht. An normalen Schulunterricht ist nicht mehr zu denken. Wenn es die Gesundheit erlaubt, kommt ein Privatlehrer nach Hause.

Bei einer Operation verlor sie Teile ihres Lungenflügels

In der reinen Schulmedizin gibt es nichts mehr, was Ayleen heilen kann. Seit November 2010 kämpft sie gegen den Krebs an. Nach der ersten Chemotherapie entfernten die Ärzte ihr im rechten Bein vom unteren Oberschenkel über das Knie bis hin zum oberen Unterschenkel das Osteosarkom und ersetzten es durch eine voll bewegliche Plastik. Kurze Strecken kann Ayleen heute schon wieder ohne Krücken laufen.

Dabei blieb es aber nicht: Der Krebs streute. Im Juli 2011 begann die Tortur des Mädchens mit der Diagnose von Lungenmetastasen erst richtig. Im November verlor sie bei einer Operation zwei Fünftel ihres rechten Lungenflügels. Im Rest der Lunge, so wenige Wochen später der Befund, wuchsen die Metastasen jedoch weiter. Seit Januar beschränken sich die Ärzte auf schmerzlindernde und lebenserhaltende Behandlungen.

Aufgeben kommt für Tanja Jelinek nicht in Frage. Viel habe sie telefoniert, ehe sie an den Dreieicher Heilpraktiker verwiesen wurde. Habe die Schulmedizin noch abgewunken, die heilpraktische Behandlung wirke gegen die Chemotherapie, so arbeiten Uniklinik und der Spezialist aus Dreieich mittlerweile Hand in Hand. Seit unter anderem hochkonzentriertes Vitamin C, ein zweites Präparat sowie ein immunsystemstärkendes Medikament verabreicht werden, gehe es Ayleen sichtlich besser. Unter Umständen kann Ayleen noch ein langes und normales Leben führen, wenn die jetzige Therapie Erfolg hat. Voraussetzung: Dass sie bezahlt werden kann. Die Hoffnung im Kampf um ihr Leben ruht nun auf der Öffentlichkeit.

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